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Abwehrkräfte

Unser Immunsystem hilft uns dabei wichtige Abwehrkräfte aufzubauen und dadurch äußeren Einflüssen und aus dem Körperinnern als Schutzschild gegenüber zu stehen. Wir können folgendes tun um bei der Produktion der Abwehrkräfte unterstützend zur Seite zu stehen:

Bewegung und Sport an der frischen Luft:

Werden Sie mehrmals pro Woche aktiv und spazieren Sie an der frischen Luft, jedoch ohne zu frieren, oder treiben Sie Sport. Besonders geeignet sind alle Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren, Skilanglauf oder Schwimmen.

Wechselduschen:

Beginnen Sie mit einer 2 bis 3 minütigen warmen Dusche, denn der Körper sollte am Anfang der Wechselduschen nicht kalt sein. Stellen Sie dann für 10 Sekunden auf kalt und bewegen den Duschkopf in kreisenden Bewegungen immer von unten nach oben zum Herzen hin. Wiederholen Sie diesen Vorgang drei bis vier Mal und beenden Sie das Duschen mit einem kalten Durchgang.

Flüssigkeit:

Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich.

Sauna, Kneippen und Wassertreten:

Saunieren Sie regelmäßig, denn das Schwitzen stimuliert den Körper und die Sinne. Ein Kneippbad, bei dem die Beine bis knapp über die Wade im kalten Wasser stehen, aktiviert die Abwehrkräfte. Begrenzen Sie den Vorgang allerdings auf eine Minute und trocknen Sie sich danach gut ab, duschen sie warm und ziehen dann dicke Socken an.

Ernährung:

Vitamine, Spurenelemente, Eisen und Zink sind vor allem im Winter zur Unterstützung nötig. Klassische Wintergemüse wie Karotten, Grünkohl, Lauch, Sellerie und Weißkraut sind zu empfehlen. Führen Sie zusätzlich Vitamin A, C und E zu.

Arnika und Echinacea:

Stärken Sie die körpereigenen Abwehrkräfte mit einer vorbeugenden Kur mit Arnika oder Echinacea- Extrakten.

Stress:

Lassen Sie Stress nicht zu negativem Stress werden, denn dieser wirkt sich schlecht auf Ihre Abwehrkräfte aus. Ein wenig gesunder Stress gepaart mit Lebensfreude, Glück und positives Denken verhindert, dass Ihr Immunsystem lahmgelegt wird.

Unser Tipp:

Erkennen Sie erste Krankheitsanzeichen und ergreifen Sie sofort Maßnahmen dagegen. Trinken Sie viel, um die Krankheitserreger aus Ihrem Körper zu spülen und wenden Sie eine Schwitzkur an, sobald ein leichtes Kratzen und Hüsteln auftritt. Gurgeln Sie mit Salzwasser um, eine beginnende Entzündung gleich zu stoppen.

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Abwehrkräfte bei Kindern

Auch wenn es bei Eltern immer den Anschein macht, Ihre Kinder würden aus Kindergarten und Schule ständig neue Krankheiten mit nach Hause bringen und sehr oft krank werden, so täuscht das nur. Erwachsene sind genau so oft krank wie Kinder.

Trotzdem muss das Immunsystem von Kindern auf äußere Einflüsse erst trainiert werden und den Umgang mit Viren und Bakterien erlernen. Atemwegsinfektionen sind deshalb in den ersten vier Lebensjahren mit ca. 5 mal pro Jahr noch sehr häufig. Kindergartenkinder werden dann mit bis zu 12 Infektionen im Jahr und Schulkinder mit etwa acht belastet.

Eine sterile Umgebung ist dabei jedoch überhaupt nicht förderlich. Studien haben bewiesen, dass Kinder von übervorsichtigen Eltern später eher Nachteile haben. So ist das Risiko hoch, dass sie im Laufe Ihres Lebens schneller und verstärkt anfällig für Allergien und andere Krankheiten sind. Der Körper eines Kindes muss erst lernen Antikörper zu bilden, die dann als gute Abwehr gegenüber Erregern dienen.

Was kann ich zur Stärkung des Immunsystems tun?

• Räumen Sie Ihrem Kind Erholungsphasen ein. Ständige Hektik wirkt sich schlecht auf das Immunsystem aus. Ruhige Tätigkeiten wie Vorlesen, Kuscheln und Musik hören zählen dazu.

• Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Kind ausreichend, am besten an der frischen Luft, bewegt. Als Wert gilt: Mindestens 30 Minuten täglich, bei Temperaturen unter -10°C allerdings maximal 30 Minuten.

• Geben Sie Ihrem Kind viel zu Trinken. Bei Flüssigkeitsmangel steigt die Infektionsgefahr und Bakterien oder Viren können einfacher durch die trockene Haut eindringen.

• Lüften Sie das Schlafzimmer der Kinder gut und halten Sie die Temperatur nicht über 18 °C. Lassen Sie das Kind lange genug schlafen. 11 bis 12 Stunden in der Altersklasse 1 bis 3 Jahre und 10 bis 11,5 Stunden bei vier bis sechsjährigen.

• Rauchen Sie nicht in Gegenwart von Kindern, denn dann sind sie erwiesenermaßen auch weniger krank als Kinder die ständig dem Zigarettenrauch ausgesetzt sind.

• Bestimmen Sie regelmäßige Essenszeiten und eine stressfreie Atmosphäre bei Tisch. Kochen Sie ausgewogen und gesund mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen.

• Achten Sie in sinnvollen Maßen auf die Hygiene. Hatten die Kinder Kontakt zu Fremden, Berührungen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder haben sich gerade die Nase geputzt, dann sollten sie dringend ihre Hände waschen.

• Versuchen Sie doch einmal Kalt- Warm Wechselbäder in Verbindung mit einer Kneippkur. Sie sollten dabei vorsichtig sein, je jünger die Kinder sind.

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Allergien

Viele Menschen leiden an einer Allergie. Als Allergie wird eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet.

Die Symptome

Histamin, das bei einer allergischen Reaktion aus einer (Mast-)Zelle freigesetzt wird, löst die typischen (individuell unterschiedlichen) Beschwerden aus:
Schleimhäute: Schnupfen, Niesreiz, Schwellung, Bindehautentzündung
Atemwege: Husten, Pfeifen oder Brummen beim Ausatmen, Verengung der Luftwege, Asthma bronchiale
Haut: Quaddeln, Ausschlag, rote Flecken, Schwellungen, Entzündungen
Verdauungstrakt:  Erbrechen, Durchfälle, Zungenbrennen, Halskratzen, Juckreiz am Gaumen und Hals, Sodbrennen, Gastritis, Darmentzündung
Kreislaufsystem: Blutdruckabfall, Herzrasen, systemisch akuter Notfall (anaphylaktischer Schock)

Auslöser

Auslöser von Allergien sind die Allergene – häufig Proteine, sehr häufig Enzyme. Es gibt eine Vielzahl von Allergenen und sie können nach unterschiedlichen Gesichtspunkten eingeteilt werden:

  • nach der Allergenquelle (Tierhaarallergene, Pollenallergene, Hausstaubmilbenallergene)
  • nach der Art des Kontakts mit den Allergenen (Inhalationsallergene, Nahrungsmittelallergene)
  • nach dem Pathomechanismus, durch den die Allergene eine allergische Reaktion auslösen (IgE-reaktive Allergene, Kontaktallergene)
  • nach der Frequenz ihrer Erkennung durch IgE-Antikörper in Haupt- und Nebenallergene
  • nach ihrer Aminosäure-Sequenz in bestimmte Allergengruppen (Gruppe-5-Graspollenallergene) oder in bestimmte Proteinfamilien (Lipocaline, Profiline)

Möglichkeiten der Therapie:

Allergenkarenz

Das entsprechende Allergen zu meiden ist die beste und sicherste Therapiemethode. Leider ist eine Karenz nicht immer leicht durch-
zuführen, vor allem bei Allergenen in der Luft (Pollen, Schimmelpilze …).

Prophylaxe und örtliche Behandlung

Nasenspray, Augentropfen, homöopathische Globuli usw. werden vor allem bei allergischen Atemwegserkrankungen mit Erfolg eingesetzt. Eine örtliche Behandlung mit sog. Antihistaminika vermindert die Entzündungsreaktion. Antihistaminika heben die Wirkung des freigesetzten Histamins auf. Kortison als Salbe oder Spritze, vom Arzt verschrieben, hat sich bei Hautreaktionen bewährt.
Diese Medikamente wirken schnell und haben geringe Nebenwirkungen und werden deshalb oft auch in der Langzeitbehandlung eingesetzt. Dennoch sollte eine  medikamentöse Therapie erst dann zum Einsatz kommen, wenn alle Möglichkeiten der Karenz ausgeschöpft sind. 

  • Moderne Antihistaminika haben sich in der Wirksamkeit und der Wirkdauer verbessert.
  • Bei akuten allergischen Reaktionen helfen vor allem Kortisontabletten. Ihr(e) Arzt/Ärztin entscheidet über die richtige Dosierung.
  • Bei einem „allergischen Schock“ ist eine Therapie mit Antihistaminika nicht ausreichend, eine Zufuhr von Adrenalin in Form einer Injektion bzw. eines Sprays ist nötig. Situationsabhängig werden u. a. Kortison sowie kreislaufunterstützende Maßnahmen angewandt.
  • Bei Fragen wenden Sie sich bitte an an Ihre(n) Arzt/Ärztin bzw. ApothekerIn!

 Hyposensibilisierung

In der spezifischen Immuntherapie werden über einen Zeitraum von ca. 2 – 3 Jahren langsam ansteigende Dosen des Allergens, gegen das die betroffene Person sensibilisiert ist, entweder unter die Haut gespritzt oder als Tropfen über die Mundschleimhaut unter der Zunge verabreicht. Im Lauf der Zeit kann dadurch eine Schwächung der Allergie bewirkt werden.

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Bach-Blütentherapie

Die Bach-Blütentherapie ist ein in den 1930er Jahren von dem britischen Arzt Edward Bach (1886–1936) begründetes und nach ihm benanntes alternativmedizinisches Verfahren. Laut Bachs zentraler These beruhe jede körperliche Krankheit auf einer seelischen Gleichgewichtsstörung. Eine Heilung könne nur durch eine Harmonisierung auf dieser geistig-seelischen Ebene bewirkt werden.

Allgemeines

Mit Bachblüten können negative Emotionen in ihren positiven Gegenpol verwandelt werden. Dabei werden sie nicht unterdrückt, sondern umgewandelt.
Bachblüten sind frei von Nebenwirkungen und vertragen sich mit jeder schulmedizinischen und homöopathischen Therapie.
Sie werden zur Harmonisierung psychischer Stress-Situationen, bei Lebenskrisen, Lernschwierigkeiten, Beziehungskonflikten, Schlafstörungen, Allergien sowie nicht-spezifischen Angst- und Schmerzzuständen eingesetzt.

Herstellung

Die Essenzen werden in Großbritannien hergestellt. Dabei gibt es verschiedene Verfahren:
• Sonnenmethode: Die morgens gepflückten Blüten werden für etwa drei bis vier Stunden in eine mit Bachwasser gefüllte Schale gelegt und diese in die Sonne gestellt. So sollen die Schwingungen der Blüten in das Wasser gelangen. Danach werden die Blüten herausgesiebt und das Wasser zur Hälfte mit Alkohol versetzt.
• Kochmethode: Die Pflanzenteile werden eine halbe Stunde in Wasser erhitzt. Diese Methode wird für holziges Pflanzenmaterial oder bei Pflanzen angewendet, die zu einer sonnenarmen Jahreszeit blühen. Auch hier werden die Blüten abgesiebt und das Wasser zur Hälfte mit Alkohol versetzt.

Welche sind die richtigen Bachblüten für mich?

Sie können die richtigen Blüten für sich bei akuten seelisch belastenden Situationen leicht selbst herausfinden. Dabei sollten Sie sich die Frage stellen: „Wie ist meine seelische Reaktion auf meine Situation“ (z.B. angstvoll, verunsichert, interesselos).
Dagegen sollten Sie sich bei bei chronischen seelischen Disharmonien professionell beraten lassen. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Rescue-Tropfen

Die Notfalltropfen, sind die bekanntesten unter den Bach-Blüten. Sie wurden von Dr. Bach selbst als Kombinationsmittel zusammengestellt. Diese Blütenkombination ist fertig gemischt erhältlich.
Sie enthalten folgende Blüten:

• Cherry Plum - Harmonisierend bei innerer Anspannung
• Clematis - Bei Neigung zu geistiger Abwesenheit ausgleichend
• Impatiens - Harmonisierend bei psychischem Stress und Unruhe
• Rock Rose - Wohltuend bei Verzweiflung und Panik
• Star of Bethlehem - Ausgleich der inneren Balance bei psychischen Verletzungen

 

Die Notfalltropfen sind als erste Hilfe in emotional belastenden Situationen gedacht. Die Einnahme als Konzentrat sollte aber nicht zu einer ständigen Gewohnheit werden. Sie können aber durchaus auch mal über einen längeren Zeitraum eingenommen werden (zum Beispiel nach einem Trauerfall). Auch bei einer längeren Einnahme entsteht keine Abhängigkeit.

Einnahmeempfehlung

Wie die Bachblüten eingenommen werden sollen, hängt vom Zustand ab und ob die Anwendung innerlich oder äußerlich erfolgen soll. Aus den in der Apotheke erhältlichen Urtinkturen können dann Einnahmelösungen hergestellt werden.

Tropfen

Sie erhalten die einnahmefertige Lösung in Ihrer Apotheke. Nehmen Sie, wenn nicht anders verordnet, 4 Mal täglich 4 Tropfen ein. Sie können die Tropfen auch ins Getränk oder Essen geben. Lösungen auf Alkoholbasis halten etwa 3 – 4 Wochen, auf Wasserbasis ca. 1 Woche.

Wasserglasmethode

Sie können die Tropfen auch in ein Wasserglas geben und über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken. Wir informieren Sie gerne.

Salben

Zur äußeren Anwendung stellen wir Ihnen gerne eine Salbe aus den ausgewählten Bachblüten her. Cremen Sie die betroffene Stelle regelmäßig ein.

Weitere Möglichkeiten:

• Vollbad
• Puranwendung auf der Haut (vor allem Notfalltropfen)
• Bei Tieren: im Trinkwasser
• Bei Pflanzen: im Gießwasser

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Blutadern (Venen)

Venen, auf deutsch Blutadern, sind Blutgefäße, die das Blut zum Herzen führen. Bei einem erwachsenen Menschen sind das ca. 7000 Liter pro Tag. Da das Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen befördert werden muss haben vor allem die Beinvenen besonders schwere Arbeit zu leisten. Wenn die Gefäße nicht mehr richtig funktionieren kann es zu Venenerkrankungen, den Besenreisern kommen. Diese treten meist auf der Außenseite von Ober- und Unterschenkeln oder an der Innenseite des Knies auf. Gesundheitliche Beschwerden sind nicht damit verbunden, optisch sind Besenreiser aber nicht schön.

Weitere Erkrankungen:

Venenentzündung:

Bei der Thrombophlebitis oder Venenentzündung sind die oberflächlichen Venen entzündet und das vor allem im Bereich von Krampfadern. Erkennbar ist diese Entzündung an den typischen Symptomen wie Schwellung, Rötung der Haut und Überwärmung um die betroffene Region. Tastet man diese Stelle ab, so spürt man einen verhärteten Strang und verdickten Strang, der bei Druckausübung schmerzt.

Krampfadern:

Die Krampfadern oder Varikosen betreffen das oberflächliche Nervensystem der Beine und sind als blaugefärbte, knotenförmige Stränge an der Hautoberfläche sichtbar. Dabei kann entweder nur eine Beininnenseite bis hin zur Wade betroffen sein oder es herrscht eine Störung der beiden großen Venenstämme vor. Ein charakteristisches Bild ergeben die vielen kleinen Seitenäste, die von der Stammvene abzweigen.

Nebenerscheinungen bei Krampfadern sind:

  • Wadenkrämpfe oder stechende Schmerzen.
  • Schweregefühl in den Beinen.
  • Juckreiz.
  • Wasseransammlung (Ödeme) im Knöchelbereich.
  • Krampfadern können sich während einer Schwangerschaft oder im Alter ausgeprägt entwickeln. Bei hohen Außentemperaturen oder vor Beginn der Menstruation nehmen die Beschwerden oft zu.

Schwere Beine:

Oft treten die Beschwerden von schweren Beinen auf bevor Krampfadern entstehen. Erste Anzeichen hierfür sind Juckreiz, Wadenkrämpfe oder stechende Schmerzen, Kribbeln im Knöchelbereich oder Wasseransammlungen.

Thrombosen:

Verschließt sich eine Vene durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) so spricht man von einer Thrombose. Meist sind tiefe Venen im Bereich der Beine betroffen.

Vorbeugende Maßnahmen:

  1. Tragen Sie nicht zu enge Strümpfe und sorgen Sie für ausgiebige Bewegung Ihrer Beine. Legen Sie beispielsweise die Beine öfter hoch und übergießen Sie diese mit kaltem Wasser. Diese Präventionsmaßnahmen trainieren das Venensystem. Vermeiden Sie langes Stehen oder Sitzen und übermäßiges Übergewicht.

  2. Betreiben Sie Ausdauersportarten wie Schwimmen, Reiten, Nordic-Walking, Laufen oder Radfahren oder betreiben Sie Venengymnastik. Durch Anspannen von Waden und Oberschenkelmuskeln wird das Blut nach oben gedrückt, weil der natürliche Pump-Mechanismus so trainiert wird.

  3. Tragen Sie Stützstrümpfe der Kompressionsklasse 1, die frei im Handel erhältlich sind, um Venenerkrankungen vorzubeugen. Sie müssen allerdings darauf achten, dass die Haut durch den Dauergebrauch von Stützstrümpfen und den damit verbundenen Druck, der auf die Beine ausgeübt wird, nicht an eigener Spannkraft verliert. Deshalb sollten sie in Maßen eingesetzt werden.

  4. Venenmittel in Form von Cremes und Salben oder Tabletten können bei schweren Beinen oder Krampfadern helfen. Sie verringern den Eintritt von Flüssigkeit in die geschädigten Venenwände. Dabei gibt es chemische und pflanzliche Wirkstoffe. Informieren Sie sich in Ihrer Apotheke.

  5. Verschwinden Schwellungen und Schmerzen nach allen vorbeugenden Maßnahmen, nicht ist ein Arzt/Ärztin aufzusuchen. Färbt sich ein Bereich des Beines Blau besteht Verdacht auf einen Gefäßverschluss.
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Cholesterinspiegel

Eine zu hohe Konzentration im Blut kann gefährlich werden.
Vor allem für den Stoffwechsel. Durch Cholesterinablagerungen an den Blutgefäßwänden kann es zu Durchblutungsstörungen kommen. Jedoch erfüllt Cholesterin eine wichtige Aufgabe in unserem Organismus, deshalb sollten Sie regelmäßig Ihren Cholesterinwert messen lassen – mit einem Bluttest. Wird ein erhöhter Wert festgestellt  wird zwischen LDL- und HDL-Cholesterin unterschieden und wie sie im Verhältnis zueinander anteilig sind.

Das Risiko einer Erkrankung wird durch einen größeren HDL-Anteil verringert. Gelingt es Ihnen den Cholesterinwert um 1 % zu verringern, minimiert sich das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 2 %.

LDL (Low Density Lipoprotein)

gilt als das „böse Cholesterin“, da erhöhte Konzentrationen eine Gefäßverkalkung mit gefährlichen Folgen nach sich ziehen können.
Ihr/e Arzt/Ärztin muss entscheiden welche Werte bei Ihnen als normal und welche als risikoreich gelten. Dazu wägt er/sie die vorliegenden Risikofaktoren ab.

Fettlösliche Substanzen wie Cholesterin werden von Lipoproteinen (Fett-Eiweiß-Verbindungen) durch den Blutkreislauf transportiert. So befördert es das lebensnotwendige Cholesterin von der Leber in den Körper. Jedoch wenn sich zuviel LDL im Blut befindet, kann sich das Cholesterin an den Gefäßinnenwänden einlagern und engen so die Blutgefäße ein, so dass Durchblutungsstörungen folgen können.

Ursachen können genetisch vererbt sein. Diese Fettstoffwechselstörungen kommen jedoch oft erst bei ungesunder Lebensweise (ungesunde Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel) zum Vorschein.

HDL (High Density Lipoprotein)

HDL nehmen überschüssiges Cholesterin aus den Körperzellen auf und bringen es zur Leber, wo es z.b. als Gallensäure abgebaut wird. Es kann vor  Arteriosklerose und ihren Folgekrankheiten schützen.

Den Cholesterinspiegel senken

  • Bewegen Sie sich regelmäßig so können Sie den HDL-Anteil erhöhen.
  • Hören Sie mit dem Rauchen auf, der HDL-Anteil kann bis zu 10 % erhöht werden.
  • Ersetzen Sie tierische durch pflanzliche Fette und reduzieren Sie den Konsum.
  • Achten Sie darauf, nicht mehr als 300 mg Cholesterin am Tag zu sich zu nehmen.
  • Durch Ballasstoffe kann der Cholesterinwert sinken.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht. Zu viele Kilos sind nie gut.
  • Knoblauch, Apfelsaft und Sojabohnen können den Cholesterinspiegel senken.
  • Natürliche Phytosterine (in Sonnenblumenkernen oder Sesamsaaten enthalten) senken den LDL-Anteil nachweislich. In bestimmten Margarinen oder Milchprodukten werden sie beigesetzt.
  • Rotwein – natürlich nur in Maßen – kann die schädigende Wirkung des LDL minimieren und den HDL-Anteil erhöhen.


Bei uns sind rezeptfreie cholesterinsenkende Arzneimittel erhältlich. Fragen Sie aber zuvor Ihre/n Arzt/Ärztin. Denn bei einigen Patienten müssen Medikamente verschrieben werden.

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Einnahmeempfehlungen

Für einen Behandlungserfolg ist die Einhaltung der Medikamentenverordnung (Dosierung, Art und Weise der Einnahme) entscheidend. Wichtig ist, dass Sie Ihrem/r behandelnden Arzt/Ärztin alle Medikamente nennen, die Sie einnehmen (auch freiverkäufliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel) um unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden.
Je genauer Sie die nachfolgenden Hinweise für die richtige Medikamenten-Einnahme einhalten, desto schneller werden Sie wieder gesund bzw. bessern sich Ihre Beschwerden.

Allgemein wichtige Einnahmeregeln

Halten Sie sich an die von Ihrem/r Arzt/Ärztin vorgeschriebene Dosierung und nehmen Sie nicht einmal mehr oder weniger von einem Medikament ein. Nehmen Sie Arzneimittel immer mit reichlich Flüssigkeit ein, d.h. mit ca. ¼ Liter klarem Wasser.

Begründungen:

• Für den Weitertransport des Arzneimittels in den Dünndarm benötigt der Magen Flüssigkeit.
• Einige Arzneimittel enthalten Säuren , die die Speiseröhre verätzen können, falls sie dort „hängen bleiben“.
• Bestimmte Inhaltsstoffe können nur dann richtig wirken, wenn sie mit reichlich Wasser eingenommen werden.

Wann sollten Medikamente eingenommen werden?

• „1x am Tag“ heißt, einmal täglich zu einer bestimmten Uhrzeit (± 2 Stunden).
• „2x am Tag“ heißt, zweimal täglich (alle 12 Stunden ± 1 Stunde).
• „3x am Tag“ bedeutet eine Einnahme alle 8 Stunden ± ½.
• „Vor dem Essen“: das Medikament mind. 1 Stunde vor dem Essen einnehmen damit der Wirkstoff in den leeren Magen und somit schnell in den Dünndarm gelangt. Mit viel Wasser nachspülen.
• Medikamente die „während dem Essen“ eingenommen werden sollen sind magenschädlich und sollen nicht mit der Magenschleimhaut in Berührung kommen.
• Mindestens 2 Stunden „nach dem Essen“ werden Arzneimittel mit viel Wasser eingenommen, die durch Nahrung unwirksam gemacht würden. Der Speisebrei muss den Magen bereits verlassen haben.

Tipps

• Arzneimittel nicht mit Alkohol, Kaffee, Tee, Milch, kohlensäurehältigen Getränken oder Grapefruitsaft sondern immer mit reichlich Leitungswasser (ca. 1 Glas) einnehmen.
• Nur wenn bei Tabletten eine Bruchlinie vorgegeben ist sollten sie geteilt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass beide Hälften gleich groß sind und somit gleich viel Wirkstoff enthalten. Zerbrochene Tabletten schnell verbrauchen.
• Tabletten/Kapseln können nicht im Rachen hängen bleiben, wenn sie im Stehen bei leicht vorgebeugtem Kopf mit viel Wasser geschluckt werden.
• Bei Tropfen immer die vorgeschriebene Tropfenanzahl einhalten. Bei Flaschen mit Dosieröffnung in der Mitte die Flasche senkrecht, bei seitlicher Öffnung schräg halten.
• Ohrentropfen am Besten körperwarm anwenden. Beim Einträufeln den Kopf etwas zur Seite beugen und die Ohrmuschel leicht nach oben ziehen.
• Bei der Einnahme von Nasentropfen den Kopf leicht nach hinten beugen und tief durch die Nase einatmen. Danach den Kopf 1 – 2 min nach vorne beugen.
• Nasensprays in aufrechter Körperhaltung anwenden und erst nach dem Entfernen aus der Nase den Sprühkopf loslassen.
• Keinesfalls das Auge mit der Augentropfenflasche berühren um die Gefahr einer Infektion zu vermeiden. Den Kopf leicht nach hinten neigen, den unteren Lidrand nach unten ziehen, die Flasche über das Auge halten und einen Tropfen in die Ausbuchtung des Unterlides tropfen.
• Creme- oder Salbentuben können beim Aufrollen oder Ausquetschen einreißen. Der Inhalt kann so unbrauchbar werden – durch Kontakt mit Sauerstoff oder Verunreinigungen mit Bakterien.
• Immer die Gebrauchsinformation beachten, wie Medikamente sachgerecht gelagert werden sollten. Bereits geöffnete Packungen müssen innerhalb weniger Wochen bzw. Monaten verbraucht werden. Abgelaufene Medikamente nicht im Hausmüll oder Abfluss entsorgen – sie können in der Apotheke abgegeben werden.
• Erinnerungen im Handy oder der Armbanduhr helfen an die zeitgerechte Einnahme der Medikamente zu denken. Praktische Dosierhilfen (Schuber mit Fächern für Mo – So; früh, mittags, abends) geben Überblick.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Erfolgreich rauchfrei

Hören Sie lieber früher als später mit dem Rauchen auf!
Sie werden sich schnell schöner (bessere Haut, keine gelben Finger und Zähne mehr, kein Mundgeruch) und gesünder fühlen (kein Raucherhusten, mehr Leistungsfähigkeit, gesteigertes Geschmacks- und Geruchsempfinden). Vor allem aber verringern Sie das Risiko an einer Erkrankung zu sterben.

Vorraussetzungen

•    Der eigene Wille
•    Motivation
•    Verhaltensanalyse und ggf. –therapie
•    Beratung
•    Unterstützende Medikamente

Wie Sie sich Rauchen abgewöhnen, bleibt Ihnen überlassen – ob Sie die Zigarette von heute auf morgen oder so nach und nach weglegen.

Mit Entzugserscheinungen umgehen

Vor allem mit Unruhe, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Unwohlsein werden Sie am Anfang kämpfen müssen. Bereiten Sie sich also auf den Entzug vor – Obst, Kaugummis, Tee und Wasser helfen. Überlegen Sie sich, was Sie in der Situation tun wollen, in der sie sonst rauchen würden. Lenken Sie sich ab und meiden Sie Situationen, die Sie in Versuchung bringen. Je nach körperlicher oder psychischer Abhängigkeit fällt der Entzug leichter oder schwerer. Der international anerkannte Fagerström-Test verrät den Schweregrad der Abhängigkeit.

Beratung  und Therapie

Eine Beratung oder Therapie kann die Erfolgschancen auf bis zu 30 % erhöhen. Raucher sollen das schlechte Verhalten durch positive Erfahrungen ersetzen. In der Therapie wird Ihr Verhalten analysiert und neue Wege gefunden für Situationen, in denen Sie sonst zur Zigarette greifen würden. Aber auch Akupunktur und Hypnose können helfen den Entzug erträglich zu machen.
Fragen Sie Ihre/n Arzt/Ärztin oder ApothekerIn zu Substitutionsprodukten. Dabei wird dem Körper in stufenweise reduzierten Dosen Nikotin zugeführt, wie z.B.:

•    Pflaster (16-24 h wird hier eine gleichbleibende Nikotindosis
     abgegeben)
•    Kaugummi (Wirkung tritt nach 20 min ein)
•    Inhalator (Wirkung tritt nach 20 min ein)
•    Nikotinnasenspray(schnelle Wirkung aber Achtung:
     kann abhängig machen)
•    Spezielle Medikamente

Weitere Tipps

•    Stärken Sie Ihren Willen indem Sie positiv denken.
•    Die Gesellschaft von Rauchern sollten Sie am Anfang meiden.
•    Ihre Hände sollten immer „etwas zu tun“ haben.
•    Tief durchatmen.
•    Werfen Sie alles, was Sie ans Rauchen erinnert, weg!
•    Lassen Sie keine Langeweile aufkommen.
•    Kauen Sie Kaugummi oder beschäftigen Sie Ihren Mund mit einer
     Karotte oder einem Selleriestängel.
•    Belohnen Sie sich zwischendurch.
•    Freunde und Bekannte können Sie ermutigen und unterstützen.
•    Stellen Sie sich vor, wie Ihre Lunge immer gesünder wird.
•    Erkundigen Sie sich nach Raucherentwöhnungs-Spezialisten
     oder -Instituten.
•    Achten Sie auf Ihr Gewicht. Viele Ex-Raucher nehmen zu.
     Stellen Sie Ihre Ernährung um und bewegen sich viel.


Wir wünschen Ihnen viel Kraft und Erfolg dabei Nichtraucher zu werden!

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Ernähren und Verdauen

Die Verdauung findet beim Menschen vor allem im Magen, Mund, Zwölffingerdarm und Dünndarm statt. Die Nährstoffe werden hauptsächlich im Dünndarm und Zwölffingerdarm aufgenommen. Bei der Verdauung kann es aber auch zu unangenehmen Nebenwirkungen wie Blähungen, Verstopfung oder Durchfall kommen. Lesen Sie hier welche Ursachen dafür verantwortlich sein können und wie eine entsprechende Therapie aussehen kann.

Verstopfung oder Obstipation:

Bei einer Verstopfung bleibt der Stuhl zu lange Zeit im Darm und bringt oft Blähungen, Bauschmerzen, Unwohlsein und Kotsteine mit sich. Ursachen dafür können hormonelle Veränderungen im Körper, Nahrungsumstellung, Verletzungen im Darmbereich wie Dammriss oder Hämorrhoiden), Bettlägerigkeit oder die Reaktion auf bestimmte Medikamente sein.

Chronische Verstopfung:

Frauen sind häufiger von einer chronischen Stuhlverstopfung betroffen als Männer. Diese dauert in der Regel länger als zwei Wochen an und kommt immer wieder. Ursache können mangelnde Bewegung, häufige Einnahme von Abführmitteln, zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, Unterdrücken des Stuhlganges, eine Magen-Darm-Erkrankung, Schilddrüsenunterfunktion, Multiple Sklerose, fieberhafte Infekte, Nierenfunktionsstörungen, mangelnde Bewegung oder Parkinsonsche Krankheit sein.

Was tun bei Verstopfung?

  • Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit auf.
  • Ernähren Sie sich ballaststoffreich mit Leinsamen, Weizenkleie, Obst und Gemüse und Vollwertgetreideprodukten.
  • Bewegen Sie sich mehrmals am Tag ausgiebig.
  • Wenden Sie eine Bauchmassage mit Spezialöl an. Kreisen Sie dabei im Urzeigersinn um den Bauchnabel.
  • Gönnen Sie sich Auszeiten und essen Sie bewusst und regelmäßig.
  • Meiden Sie stopfende Lebensmittel wie Bananen oder Schokolade.
  • Entspannen Sie bei Yoga, autogenem Training oder Mediation.
  • Bei harten Kotballen im Enddarm ist ein Einlauf zu empfehlen.
  • Die Einnahme von Abführmittel bringt nur kurzfristig Erfolg und kann bei Dauergebrauch Folgeschäden verursachen. Nehmen Sie diese nur unter Aufsicht eines Arztes/Ärztin ein.
  • Bei langanhaltenden Beschwerden kontaktieren Sie Ihren Arzt/Ärztin.

Blähungen:

Die tägliche Gasausscheidung aus dem Darm ist völlig normal soweit sie zwischen 0,5 und 2 Litern liegt. Ursachen für übermäßige Blähungen können sein:

  • Zu langes Sitzen und veränderter Luftdruck bei Flugreisen.
  • Lebensmittel die blähend wirken wie Kaffee, Nahrungsmittelzusätze, rohes Obst und Gemüse oder Vollkorngetreide sind zu vermeiden.
  • Luftschlucken, wenn zu hastig gegessen wird.
  • Blähende Nahrungsbestandteile wie Milch- oder Fruchtzucker.
  • Verzehr von lufthaltigen Lebensmitteln wie Sprühsahne, kohlensäurehaltige Getränke oder Softeis.
  • Ballaststoffreiche Nahrung.
  • Störung der Darmflora durch Medikamente (z. B. Antibiotika).

Sie erhalten in Ihrer Apotheke diverse frei verkäufliche Präparate wie Tees mit Anis, Kümmel, Kamille, Pfefferminz, Fenchel oder Melisse. Ihr Arzt/Ärztin kann Ihnen Medikamente verordnen, welche die Gasbildung im Darm vermindern oder andere Beschwerden finden, die für die Blähungen verantwortlich sein können. Dies sind beispielsweise Herzschwäche, Nebenwirkung von Medikamenten, Reizmagen oder Reizdarm, Bauchfellentzündung oder Nahrungsmittelunverträglichkeit bzw. Allergien.

Was tun bei Blähungen?

  • Tragen Sie weite und gemütliche Kleidung.
  • Bewegen Sie sich ausreichend.
  • Essen Sie leicht verdauliche Gerichte und meiden Sie Hülsenfrüchte, Kaffee, Vollkornbrot, scharfe Speisen, unreifes Obst oder Gemüse, zu ballaststoffreiches Essen, blähendes Gemüse wie Kohl und Zwiebeln, Rosinen, frisches Brot, Fettgebackenes, Nüsse, kohlensäurehaltige Getränke und eiskalte Speisen.
  • Lassen Sie sich Zeit beim Essen und genießen Sie lieber mehrere kleinere Mengen am Tag.
  • Bei langanhaltenden Beschwerden kontaktieren Sie Ihren Arzt/Ärztin.

Durchfall (Diarrhoe)

Ist der Stuhlgang von breiiger Konsistenz oder sogar flüssig und tritt mehrmals und sehr schnell an einem Tag auf, so spricht man von Durchfall. Er kann auch Eiter, Blut und Schleim enthalten.
Vor allem für Kinder und ältere Menschen kann Durchfall schnell gefährlich werden, da der Körper viel Flüssigkeit verliert. Kommt dann auch noch Erbrechen dazu kann die Situation lebensbedrohlich werden. Suchen Sie dann sofort Ihren Arzt/Ärztin auf.

Diarrhoe kann mehrere Ursachen haben:

  • Angst, Nervosität und Stress.
  • Genuss von übermäßigen Mengen an Alkohol.
  • Reizdarm.
  • Bakterielle oder virale Infektionen.
  • Bestimmte Medikamente.
  • Übermäßiges Kaugummikauen oder der Verzehr anderer zuckerfreier oder mit Zuckeraustauschstoffen versetzter Genussmittel.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien.

Was tun bei Durchfall?

  • Vermeiden Sie schwer verdauliche Nahrungsmittel.
  • Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit auf.
  • Machen Sie in Absprache mit Ihrem Arzt/Ärztin eine Kur mit medizinischer Kohle, die Erreger und Schadstoffe bindet und leichter ausscheiden lässt.
  • Trinken Sie bei leichter Erkrankung stilles Mineralwasser und Magen-Darm-Tee.
  • Bauen Sie mit Hilfe von Präparaten Ihre Darmflora nach dem Durchfall wieder auf.
  • Ist der Durchfall vorbei steigen Sie langsam wieder mit Schonkost ein und steigern Sie jeden Tag die Nahrung bis Sie wieder zur Normalkost zurückkehren.
  • Essen Sie Nahrungsmittel, die etwas stopfen, wie Bananen, Zwieback, Reis, Haferschleim, feingeriebene Äpfel mit Schale, Topfen oder milde Joghurts.
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Fit durch Bewegung

 
Über 60 % der Menschen bewegen sich zu wenig. Schon eine halbe Stunde am Tag reicht aus, das Risiko einer Herzerkrankung zu verringern. Sie würden sich seelisch und körperlich wohler fühlen. Denn nur ein Mensch, der sich regelmäßig bewegt, ist ein normal funktionsfähiger Mensch.

So wirkt Bewegung auf den menschlichen Körper

Hormone, die bei Bewegung ausgeschüttet werden, sind hilfreich bei Stressabbau und können Depressionen mildern.

  • Das Immunsystem wird gestärkt.
  • Bewegung ist gut fürs Gehirn. Das Erinnerungsvermögen und die Konzentrationsfähigkeit werden gefördert.
  • Durch Bewegung können Sie das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, Osteoporose oder bestimmter Krebserkrankungen (Dickdarm, Brust) vermindern.
  • Störungen im Stoffwechsel (z. B. Diabetes, Fettstoffwechsel) können verringert werden.
  • Wer sich bewegt, nimmt ab bzw. kann sein Gewicht halten. In der richtigen Herzfrequenz wird das Hungergefühl gedämpft.

Bewegung mit Spaß

Zeigen Sie Ihren Kindern das Positive an Bewegung so ist es auch später für sie nicht mehr wegzudenken. Besonders während Ihr Kind wächst, fördert Bewegung die geistige und körperliche Entwicklung. Außerdem lernen Kinder beim Sport was es bedeutet ein Teamplayer zu sein, fair zu bleiben und auch mal eine Niederlage wegzustecken. Lassen Sie aber Ihr Kind entscheiden, welche Sportart es ausüben will und unterstützen Sie es dabei.
Aber auch später mit bereits fortgeschrittenem Alter ist es nicht zu spät, mit Sport anzufangen. Fragen Sie ggf. Ihre(n) Arzt/Ärztin, wie und mit welcher Sportart sie einsteigen können.

Das Richtige finden

Lebensqualität steigern

Tanzen, Ballsport und Gymnastik usw. verbessern die Beweglichkeit. Besonders Menschen mit Bürojob, die zuviel sitzen, leiden häufig an Verspannungen oder Muskelverkürzungen. Wirken Sie dem entgegen. Steigern Sie durch möglichst abwechslungsreiche Sportarten (Fechten, Golf, Tennis oder Tanzen) Ihr Koordinationsvermögen. So können sie die Verletzungsgefahr minimieren.

Fit und gesund

Steigern Sie langsam die Dauer und Intensität Ihrer Trainingseinheiten. Fangen Sie z.B. 3 mal die Woche 30 min lang mit schnellem Gehen an. Erhöhen Sie alle 2 – 3 Wochen die Dauer  der Einheit um 5 min bis Sie 50 – 60 min erreicht haben. Durch eine sportmedizinische Untersuchung können Sie Ihre optimale Belastungsherzfrequenz ermitteln. Kontrollieren Sie diese mit einem Herzfrequenzmessgerät – das erhalten Sie in der Apotheke.

Gestärkt im Alltag

Im Fitnessstudio lernen Sie, wie Sie Ihre Muskeln aufbauen und stärken können. Lassen Sie sich dort die Geräte und Übungen zeigen, damit Sie sich nicht verletzen. Die Gefahr von Osteoporose oder Verletzungen können Sie dadurch verringern. Wir beraten Sie gerne, wie Sie auch zu Hause oder im Büro mit einfachen Übungen Ihre Muskeln stärken können.

Ernährung

Essen spendet Energie, die wir beim Sport benötigen, insbesondere Kohlenhydrate und Fette wohingegen Eiweiß vor allem zum Aufbau von Muskelmasse dient und nur bei Extrem- und Leistungssportlern sinnvoll ist. Achten Sie zudem darauf, dass Sie mehr trinken, wenn Sie Sport treiben um den Flüssigkeitsverlust durchs Schwitzen auszugleichen.

Ernähren Sie sich ausgewogen. Essen Sie Kohlenhydrate (Nudeln, Reis, Vollkorn usw.), hochwertiges Eiweiß (Milchprodukte, Kartoffeln, Fisch, Hühner- oder Putenfleisch, Ei usw.) sowie Gemüse und Obst. Warten Sie aber nach dem Essen 1 – 3 Stunden bevor Sie Sport treiben. Wir beraten Sie gerne über Nahrungsergänzungsmittel speziell für Sportler.

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Folsäure

Die Folsäure wurde erst 1941 entdeckt und ist ein licht- und hitzeempfindliches Vitamin aus dem B-Komplex. Natürlich kommt sie in Hefen, Weizenkeimen, Kalbs- und Geflügelleber und in geringeren Mengen in Vollkornprodukten und einigen Gemüsen, sowie in Fisch und Fleisch vor.

Wird dem Körper nicht genug Folsäure zugefügt so kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

Mögliche Mangelerscheinungen:

• Reizbarkeit
• depressive Verstimmung
• Blutmangel oder Anämie
• Wundheilungsstörungen
• Ansteigen des Homocyteinspiegels, dadurch Begünstigung der Entstehung von Herz-Kreislau-Krankheiten

Bei ungeborenen Kindern können die Mangelerscheinungen zu Missbildungen führen. Ein offener Rücken oder eine Gaumenspalte tritt allerdings schon in der frühen Schwangerschaft auf. Deshalb ist es wichtig schon bei einem Kinderwunsch mit der Einnahme von Folsäurepräparaten zu beginnen und diese bis zum Ende der Schwangerschaft fortzuführen.

Wie kann es zu einer Unterversorgung kommen?

• Alte Menschen und Schwangere haben einen besonders hohen Bedarf an Folsäure.

• Bestimmte Medikamente können auf den Folsäurehaushalt einwirken.
Diese sind z. B. Antiepileptika, Antacida, Sulfonamide, Acetylsalicylsäure, orale Kontrazeptiva, Antikonvulsiva und viele mehr.

• Einseitige Ernährung oder ungenügende Nahrungszufuhr bei Diäten können zu einer Unterversorgung führen.

• Verminderte Aufnahme aus dem Gastrointestinaltrakt (z. B. bei Zöliakie; atropischer Gastritis oder Pankreasinsuffizienz)

• Angeborene Krankheiten des Stoffwechselapparates wie Homocysteinurie.

• Übermäßiger Genuss von Alkohol verringert die Enzymaktivität im Darm.

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Gewichtsreduktion

Hier finden Sie Tipps und Informationen rund um das Thema Gewichtsreduktion und Ernährung.

Wiege ich zu viel und wie hoch ist der Körperfettanteil?

Berechnen Sie mit dem BMI (Body-Maß-Index) Ihren persönlichen Wert und vergleichen Sie diesen in einer vorgegebenen Tabelle (Link) (Achtung: Kinder haben eigenen Tabellen). Er gibt Ihnen Auskunft darüber ob Sie Normalgewichtig, Unter- oder Übergewichtig sind.
Die BMI-Formel: BMI= Gewicht (in kg) / Größe x Größe (in m)
Beispiel: eine Person mit der Körpergröße von 170 cm und dem Körpergewicht von 70 kg. BMI-Wert = 70kg : (1,7m) x (1,7m) = 24,2

Der BMI kann allerdings nicht berechnen wie viel Körperfett sie besitzen. Das Können Sie entweder mit einer Körperfettmesswage oder durch eine Infrarot-Reflektionsmessung bestimmen. Dabei gibt es für Männer und Frauen unterschiedliche Richtlinien.

Wo sitzen meine Kilos?

Messen Sie morgens bevor Sie etwas gegessen haben Ihren Bauchumfang an der breitesten Stelle. Bei Normalgewicht sollte der Umfang bei Frauen unter 80 cm, bei Männern unter 94 cm liegen. Ist der Wert höher so können verschiedene gesundheitliche Risiken entstehen.
Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder Arteriosklerose können die Folge des Übergewichtes sein.

Woher kommt mein Übergewicht?

Schnelldiäten:

Jeder möchte gerne schnell und einfach abnehmen. Dabei werden oft Diäten gewählt, die ungesund für den Körper sind und leider nicht dauerhaft anhalten. Der Jo-Jo-Effekt stellt sich ein sobald wieder normal gegessen wird, denn der Körper hatte sich an die geringe Nahrungszufuhr gewöhnt und seinen Energiebedarf in der Zeit der Diät runtergedrosselt. Bekommt der Körper dann wieder mehr Energie, so lagert er diese hauptsächlich im Fettgewebe ein. Das Ergebnis ist meistens, dass das Anfangsgewicht schnell wieder erreicht ist oder sogar mehr Kilos auf der Waage stehen als zu Beginn der Diät.

Unser Tipp: Stecken Sie sich ein realistisches Ziel und versuchen Sie Ihr Gewicht pro Woche nicht mehr als ½ KG zu verringern. So nehmen Sie dauerhaft und gesund ab!

Zu wenig Bewegung:

Wer sich nicht regelmäßig bewegt baut sein Übergewicht mit weiterer Zunahme aus. Suchen Sie sich eine Sportart, die Ihnen Spaß macht und die Pfunde werden purzeln, denn der Körper baut schon bei 3 x 30 Minuten Bewegung pro Woche Muskelmasse auf, die viele Kalorien von alleine verbrennt.

Vererbung:

Der Grundumsatz, die Energiemenge, die ein Körper in einer völligen Ruhephase benötigt, ist bei vielen Menschen unterschiedlich. Das hängt laut Studien auch mit den Genen (Erbanlagen) des Menschen zusammen. Manche Menschen verbrauchen mehr Energie, andere wiederum weniger. Dies soll allerdings nicht als Ausrede für Übergewicht gesehen werden.

Hohe Energieaufnahme und geringer Verbrauch
Der Körper stellt erst ca 20 Minuten nach dem Essen ein Sättigungsgefühl ein. Essen Sie daher nicht unregelmäßig und übermäßig schnell.

Nehmen Sie nicht mehr Fett als notwendig zu sich, denn eine fettreiche Ernährung kann zu Übergewicht führen. Nur 30% des Gesamtenergiebedarfes sollte aus Fett bestehen, denn Fett ist kein guter Sattmacher und enthält doppelt soviele Kalorien wie Eiweiß oder Kohlenhydrate.

Psychologische Ursachen:

Übergewicht kann nicht nur die Folge von Überernährung sein, oft sind auch psychologische Probleme, wir Stress, Ärger, Langeweile oder Wut die Ursache. In diesem Fall wird eine einfache Diät oder Nahrungsumstellung nicht helfen das Übergewicht zu reduzieren, die wahren Probleme müssen erörtert und beseitigt werden.

Weitere Funktionen, die Einfluss auf das Gewicht haben können:

Krankheiten, die Einfluss auf die Energieverbrennung im Körper haben wie z. B Schilddrüsenunterfunktion

Medikamente, die eine Erhöhung des Gewichtes verstärken. Ihr Arzt oder Apotheker berät Sie hierzu.

Nikotinverzicht kann zu einer Gewichtszunahme führen. Wer das Rauchen allerdings aufgibt hat viele wichtigere gesundheitliche Vorteile.

Schwangere nehmen oft viel Gewicht während der Schwangerschaft zu und schaffen es nach der Entbindung nur schwer wieder abzunehmen. Unser Tipp: Versuchen Sie so schnell wie möglich auf Ihr Ausgangsgewicht zurück zu kommen.

Gerne helfen wir Ihnen auch bei Ihrem Neuanfang und einer Nahrungsumstellung. Sprechen Sie uns in der Apotheke darauf an.

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Gesundes Herz

Die Herz- Kreislauf- Erkrankungen führen jährlich bei ca. 43.500 Österreichern zum Tod. Deshalb gehören Sie mit 52,2% aller Todesfälle zur Todesursache Nummer 1. Betrachtet man dies noch geschlechtsspezifisch, so sterben Männer früher als Frauen.

Es gibt jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen die eingehalten werden können und zu einer Verbesserung des Herz- Kreislauf Systems führen.

Verzichten Sie auf das Rauchen:

Das Risiko einen Herzinfarkt zu bekommen ist bei Rauchern um 2 – 4 mal höher als bei Nichtrauchern. Verzichten Sie auf das Rauchen auch mit Hilfe von speziellen Medikamenten wie Nikotinersatzprodukten, so können Sie schon nach 2 bis 3 Jahren Abstinenz das Risikoniveau eines Nichtrauchers erlangen. Fragen Sie dazu Ihren Apotheker/Apothekerin.

Leben Sie bewusst:

Verzichten Sie darauf mit Aufzügen zu fahren und gehen Sie die Treppen selbst, denn ein aktiver Lebensstil erhöht die Lebensqualität und hilft den Blutdruck, den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel zu senken. Überwinden Sie kurze Strecken mit dem Rad, anstatt das Auto zu nehmen. Vermeiden Sie Übergewicht und betätigen Sie sich aktiv bei Walking, Laufen, Schwimmen, Skilanglauf oder anderen Ausdauersportarten.

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Gesund ernähren

Ernähren Sie sich gesund, so dankt es Ihnen Ihr Körper mit viel Energie, Wohlbefinden und einer hohen Lebensqualität. Sie sind körperlich leistungsfähiger und fit. Hier finden Sie einige Tipps was zu einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung gehört:

Lassen Sie sich Zeit:

Essen Sie nicht hastig, sondern ruhig und bewusst. Das Sättigungsgefühl stellt sich so schneller ein.

Trinken Sie ausreichend:

Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich. Über den Tag verteilt sollten Sie 2 – 2,5 Liter trinken. Dabei eignen sich besonders: stilles oder mildes Mineralwasser oder Leitungswasser, Suppen oder Kräuter- und Früchtetees ohne Zucker.

Wenig Zucker und Salz:

Verzichten Sie auf große Mengen an Zucker und mit Zuckerzusatz hergestellte Lebensmittel wie z. B. Cola oder Süßigkeiten. Alternativ können Sie zu Lightprodukten greifen, man sollte davon allerdings nicht die doppelte Menge essen. Versuchen Sie Salz durch frische und tiefgekühlte Kräuter zu ersetzen vor allem wenn Sie an Bluthochdruck leiden.

Essen Sie abwechslungsreich:

Variieren Sie vielseitige Lebensmittel um abwechslungsreich zu essen. Versuchen Sie folgende Nahrungsmittel auf Ihrem täglichen Speiseplan zu platzieren: Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Kartoffeln, Vollkornprodukte und Getreideflocken. Diese Nahrungsmittel enthalten wichtige Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Nehmen Sie Zwischenmahlzeiten zu sich:

Versuchen Sie fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu essen. Variieren Sie mit Säften und leicht gegarten oder rohen Gemüsen. Ist es Ihnen einmal nicht möglich das einzuhalten erhalten Sie entsprechende Nahrungsergänzungsmittel in Ihrer Apotheke.

Achtung bei Milchprodukten und Fleisch:

Essen Sie Eier, Fisch, Fleisch und Wurstwaren in Maßen. Nehmen Sie täglich Milch- und Milchprodukte zu sich. Achten Sie auf fettarme Kost.

Vermeiden Sie tierische Fette:

Fett ist Geschmackträger. Leider aber auch sehr Kalorienreich. Wer viel tierisches Fett zu sich nimmt begünstigt Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes mellitus Typ II und Übergewicht. Achten Sie auch auf versteckte Fette, die sich in Backwaren, Milchprodukten, Fleischwaren und Süßigkeiten befinden.

Garen Sie Nahrungsmittel:

Nahrungsmittel können schonend und schmackhaft zubereitet werden indem sie gedämpft, gedünstet oder gegart werden. Der natürliche Geschmack bleibt enthalten und für die Zubereitung wird Wasser statt Fett verwendet. Die enthaltenen Nährstoffe werden so erhalten und nicht durch zu heißes und langes Kochen vernichtet.

Fühlen Sie sich wohl:

Falls Sie keine Waage haben, dann schaffen Sie sich eine an. Sie sollten zwar Ihr eigenes Wohlfühlgewicht finden, jedoch eine Kontrollmöglichkeit parat haben. Treiben Sie mindestens drei mal pro Woche 30 Minuten lang Sport oder bewegen Sie sich ausreichend.

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Glucose, Insulin und Diabetes

Als wichtige Energiequelle für unseren Körper (z.B. Gehirn, rote Blutkörperchen, Nierenmark) ist Glucose hauptsächlich in Zucker, Milchzucker und Stärke enthalten.

Glucose muss dem Körper täglich zugeführt werden, er kann nur einen Teil der überschüssigen Glucose als Glykogen speichern. Glykogen kann der Körper bei Bedarf wieder in Glucose zurück wandeln. Um nun die Glucose in die Zelle zu transportieren, wo daraus Energie gewonnen wird, wird das Hormon Insulin benötigt. (Insulin wird in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse gebildet.) Der Blutglucosespiegel steigt dann an, wenn die Zellen aufgrund Insulinmangels keine Glucose mehr aufnehmen kann.  

Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Der Körper kann nicht ausreichend viel Insulin produzieren oder es arbeitet nicht richtig. Es liegen zu hohe Blutzuckerspiegel vor – das wirkt sich schädlich auf den gesamten Organismus aus. Bestimmte Erbanlagen aber auch ungesunde Ernährung, Übergewicht, mangelnde Bewegung und Rauchen erhöhen das Risiko für Typ-2-Diabetes.

Typ-1-Diabetes

beginnt meist schon im Kindes- oder Jugendalter. Hierbei tritt ein absoluter Mangel an dem körpereigenen Hormon Insulin auf. Ursache ist meist eine Fehlreaktion des Immunsystems, wodurch insulin-produzierende Zellen in der Bauchspeicheldrüse zugrunde gehen. In Folge steigt der Blutzuckerspiegel und die jungen Patienten müssen Insulin spritzen. Bemerkbar macht sich Typ-1-Diabetes durch Müdigkeit, starken Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust bei normaler Ernährung und Appetitlosigkeit.

Typ-2-Diabetes

Übergewicht, ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung erhöhen das Risiko für Typ-2-Diabetes. Der ungesunde Lebenswandel und bestimmte Mechanismen führen dazu, dass der Blutglucosespiegel zu hoch ist. Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung aber auch spezielle Medikamente helfen, den Blutzucker in den Griff zu bekommen. Manchmal sind aber auch bei Typ-2-Diabetes Insulinspritzen notwendig.

Schwangerschaftsdiabetes
(Gestationsdiabetes, GDM oder Typ-4-Diabetes)

GDM wird erstmals als Glucose-Toleranzstörung während der Schwangerschaft diagnostiziert und zählt zu den häufigsten begleitendenden Erkrankungen. Meistens normalisiert sich der Zuckerstoffwechsel nach der Geburt wieder. Nur in seltenen Fällen tritt eine Typ-1- oder Typ-2-Diabetes währen der Schwangerschaft neu auf.

Blutzucker messen

Sie können Ihren Blutglucosespiegel bei Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder in der Apotheke testen lassen. Idealerweise sollten die Blutzuckerwerte nüchtern und vor dem Essen zwischen 90 und 120 mg/dl (4,4 bis 6,7 mmol/l) liegen, 2 h nach dem Essen unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l). Sollten bei Ihnen auffällige Werte festgestellt, wird Ihr/e Arzt/Ärztin genauere Untersuchungen veranlassen.

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Grippale Infekte

Im täglichen Umgang mit anderen Menschen und unterschiedlichen Örtlichkeiten kommen wir ständig mit diversen Erregern in Kontakt. Im besten Fall verfügen wir über ein intaktes Immunsystem und es hat überhaupt keine Auswirkungen auf unseren Körper. Sind unsere Abwehrkräfte jedoch gerade nicht so gut, so sind wir anfällig für Grippeviren, Erkältungen und Lungenentzündung.

Was kann ich vorbeugend tun?

Impfungen gegen Pneumokokken und Influenza-Viren senken das Erkrankungsrisiko erheblich. Folgende Risikogruppen sollten auf jeden Fall geimpft werden:

  • Schwangere
  • alte Menschen
  • Kinder
  • Personen mit Immunschwäche
  • Menschen, die mit vielen Personen Kontakt haben
  • Ernähren Sie sich gesund mit viel Obst und Gemüse. Vermeiden Sie viel und vor Allem tierische Fette und sparen Sie an Milchprodukten und Ei.
  • Rauchen Sie nicht und trinken Sie Alkohol nur in Maßen.
  • Vermeiden Sie Stress.
  • Versuchen Sie während den Grippeepidemien Kontakt zu Menschenmassen wie in Kinosälen oder auf Konzerten zu vermeiden.
  • Bewegen Sie sich ausreichend und an der frischen Luft.
  • Ziehen Sie sich warm an, denn Kälte kann das Immunsystem dämpfen.
  • Gehen Sie regelmäßig in die Sauna und wenden Sie Wechselduschen an.

Wenn es mich doch erwischt hat:

Suchen Sie bei den genannten auftretenden Symptomen sofort einen Arzt auf, wenn:

• Ihre Temperatur bei der Kontrolle über 39°C steigen sollte.
• Sie starke Schmerzen im Brustbereich, im Hals, den Ohren,
• den Augen oder dem Stirnbereich haben
• Sie Probleme mit dem Atmen haben
• Ihr Hustenauswurf Blut oder gelblich/grünliche Elemente enthält
• Sie schon länger als eine Woche krank sind

Typische grippale Infekte:

Husten und Schnupfen, Hals- und Ohrenschmerzen und Fieber sind die Hauptvertreter grippaler Infekte. Die Apotheke und Ihr Arzt/Ärztin halten Zäpfchen, Tropfen und Tabletten zur Linderung der Krankheiten bereit.

Weitere nützliche Tipps:

Schlafen Sie ausreichend und entspannt, dann können die Abwehrkräfte wieder auf Touren kommen.

Leiden Sie an einem leichten Infekt ist ein warmes Bad (35-38°C) mit dem Zusatz von ätherischen Ölen zu empfehlen. Bei Hautverletzungen, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz ist davon allerdings abzuraten.

Sie sollten in dieser Zeit nicht rauchen, da Schleimhäute und dadurch das Immunsystem besonders belastet werden. Nutzen Sie diese Zeit für eine Tabakentwöhnung.

Über den Kopf geht viel Wärme verloren. Tragen Sie deshalb zu den kalten Jahreszeiten Mütze und Schal. Achten Sie trotzdem darauf die Räume nicht zu überheizen und lüften Sie regelmäßig. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr wichtig. Verwenden Sie einen Luftbefeuchter oder legen Sie ein nasses Tuch auf die Heizung.

Bei Schnupfen sollten Sie auf das Naseputzen mit Stofftaschentüchern verzichten. Benutzen Sie jedes Taschentuch nur einmal und schmeißen es dann fort. Waschen Sie sich nach jedem Schnäuzen die Hände.

Um das Atmen zu erleichtern können Sie den Brustbereich mit speziellen Erkältungssalben einreiben. Achten Sie bei Säuglingen und Kleinkindern darauf, dass sie keine Menthol beinhalten.




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Hautbräunung

Die Sonne ist für den Menschen lebensnotwendig. Sie steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus und den Hormonhaushalt unseres Körpers, ist zuständig für die Bildung von Vitamin D und beeinflusst unser psychisches Wohlbefinden.

Die UV-Strahlung:

Neben dem Infrarotanteil, der Wärme, und dem sichtbaren Licht besteht das Sonnenlicht aus Ultraviolettstrahlen der Kategorie A und B, besser bekannt als UV-A und UV-B.

UV-A-Strahlen:

Die langwelligen UV-A Strahlen haben nicht so viel Energie und sind für die schnelle Bräunung der Haut zuständig, die jedoch nicht lange anhält. Das körpereigene Pigment Melanin und die Dicke der Haut sind ausschlaggebend wie schnell und langanhaltend die Bräunung ist. Schäden dieser Strahlen  sind Sonnenunverträglichkeit oder Schädigung der Netzhaut, sowie vorzeitige Hautalterung (Altersflecken, Fältchenbildung und Elastizitätsverlust).

UV-B-Strahlen:

Die kurzwelligen UV-B Strahlen haben viel Energie und sind für die langanhaltende Bräunung der Haut zuständig, weil sie die Pigmentbildung der Zellen anregen. Der Farbstoff wird allerdings erst nach 2-4 Tagen sichtbar. Sie sind für den unangenehmen Sonnenbrand zuständig der Spätfolgen wie Hautalterung, Hautkrebs oder Bindegewebeschäden zur Folge haben kann.

Hautbräunung:

Es gibt viele verschiedene Hauttypen und diese reagieren unterschiedlich auf Sonneneinstrahlung. Werden manche Menschen schnell und langanhaltend braun, so bekommen andere einen Sonnenbrand und vertragen das angenehme Sonnenbad nicht gut.

Die vier Hauttypen:

Hier finden Sie eine Kurzzusammenfassung der verschiedenen Hauttypen. Für eine persönliche Hauttypbestimmung wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ärztin oder Ihren ApothekerIn.

Hauttyp 1:

Helle Haut mit Sommersprossen, rote Haare. Bräunt sehr langsam und wird bei direkter Sonneneinstrahlung immer rot. Eigenschutzzeit: 5-10 Minuten.

Hauttyp 2:

Helle Haut, blond und blaue Augen. Bräunt sehr langsam und wird bei direkter Sonneneinstrahlung immer rot. Eigenschutzzeit: 10-20 Minuten.

Hauttyp 3:

Helle bis hellbraune Haut, brünett und dunkelgraue bis braune Augen. Bräunt sehr schnell und wird bei starker Sonneneinstrahlung manchmal rot. Eigenschutzzeit: 20-30 Minuten.

Hauttyp 4:

Olive bis dunkelbraune Haut, dunkelhaarig und braune Augen. Bräunt sehr schnell und tief und wird bei starker Sonneneinstrahlung niemals rot. Eigenschutzzeit: 30-40 Minuten.

Der empfohlene Lichtschutzfaktor:

Der Lichtschutzfaktor gibt den Schutz vor dem Sonnenbrand an. Dabei gibt es verschiedene Schutzniveauarten. Produkte mit LSF 15 haben einen niedrigen Schutz, ein mittlerer Schutz geht von LSF 25 bis 30 und ein hoher beginnt bei 50. Kinder sollten mit einem LSF ab 50+ eingecremt werden.

Der Hauttyp 1 und 2 sollte sich schon vor dem Sonnenbad mit Sonnencreme mit LSF 50 eincremen und am besten einen Schattenplatz aufsuchen. Die Hauttypen 3 und 4 kommen dagegen mit einem LSF von 15 aus. Das Eincremen sollte während dem Sonnen, vor allem nach einem Bad, mehrmals wiederholt werden.

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Heil- und Arzneitee

Zur Linderung und Heilung von Krankheiten und Beschwerden werden oft Arzneit- und Heiltees eingesetzt. Sie werden aus Heilkräutern und Pflanzen, die Heilwirkstoffe enthalten, gemischt.

Wirkungen und Empfehlungen bei Infekten:

Die naturheilkundliche Form der Medizin unterliegt dem sogenannten Arzneimittelgesetz (AMG). Die Rezepturen müssen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin-Produkte zugelassen werden, die Qualität und Reinheit der Arzneitees sind besonders hochwertig. Einsatzbereich, die zu erwartende Wirkung und die Gegenanzeigen müssen auf der Verpackung aufgeführt werden.

Wirkung des Arzneitees:

Der Teeaufguss von Heilpflanzen und Heilkräutern ist die älteste Methode in der medizinischen Krankheitsbehandlung.

Als begleitende Medizin kommt Arzneitee sehr häufig zum Einsatz:

Heilkräuter werden bei Alltagsbeschwerden und zur Linderung von Infekten und Krankheiten verwendet, vor allem wenn schweißtreibende, durchspülende oder auch desinfizierende Wirkungen beabsichtigt werden (z.B. bei Atemwegsinfekten mit Bronchialtee oder bei Blasenentzündungen mit Brennnesseltee).
Viele Erkrankungen lassen sich dank jahrtausendelanger Erfahrung und neuester Erkenntnisse der modernen Pflanzen-Medizin (Phytotherapie) mit Heilkräutern und -pflanzen behandeln. Eine zur Schulmedizin zusätzlichen Behandlung mit Arzneitee trägt zur schnelleren Genesung bei.
Arzneitees sind bei uns in verschiedenen Formen (als Teegemisch, Filterbeutel oder Instanttee) erhältlich.

Die passenden Heilkräuter:

Erkältungskrankheiten

Anis, Efeu, Eibisch, Fenchel, Linde, Primel, Salbei, Spitzwegerich, Süßholz, Thymian und Weide wirken z.B.  schleimlösend, reizlindernd, schleimverflüssigend, fiebersenkend und entzündungshemmend.

Verdauungsstörungen

Angelikawurzel, Anis, Enzianwurzel, Fenchel, Kamille, Kümmel, Mariendistel, Pfefferminze und Schafgarbe wirken z.B. appetitanregend, galletreibend, verdauungsfördernd, blähungstreibend und krampflösend.

Nervosität und Schlafstörungen

Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Melisse wirken z.B. beruhigend, schlaffördernd, entspannend und antidepressiv.

Herz- und Kreislaufbeschwerden

Herzgespann, Weißdorn wirken herzstärkend und beruhigend.
 

Harnwegserkrankungen

Bärentraubenblätter, Birke, Brennnessel, Hauhechel, Orthosiphon, Schachtelhalm wirken z.B. harntreibend, antibiotisch, entschlackend und entzündungshemmend.

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Hypertonie (Bluthochdruck)

Die arterielle Hypertonie, oft verkürzt auch Hypertonie oder im täglichen Sprachgebrauch Bluthochdruck genannt, ist ein Krankheitsbild, bei dem der Blutdruck des arteriellen Gefäßsystems chronisch erhöht ist. Ein systolischer Blutdruck von mindestens 140 mm Hg oder ein diastolischer Blutdruck von mindestens 90 mm Hg gilt als Hypertonie. Nicht in dieser Definition eingeschlossen sind vorübergehende Blutdruckerhöhungen durch Erkrankung, Medikamente oder Schwangerschaft.

Oft wird Bluthochdruck jahrelang nicht wahrgenommen, erst wenn Folgeerkrankungen (wie Arteriosklerose, Herzinfarkt, Nierenversagen, Herzschwäche, Schlaganfall, Herzkranzgefäßerkrankung …) auftreten. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig Ihren Blutdruck.

Bei den meisten Patienten kann keine körperliche Ursache des erhöhten Blutdrucks erkannt werden. Dabei spielt eine genetische Komponente eine Rolle und verschiedene Faktoren des Lebensstils (Konstitution, Alkohol-, Tabakkonsum und übermäßiger Kochsalzkonsum, Stress, hormonelle Gründe).
Da sich der Blutdruck abhängig von Situation und Umstand (Stress oder Entspannung) ändert, ist es wichtig regelmäßig Blutdruck zu messen – am besten täglich. Zeigen 7 von 30 Messungen einen höheren Wert als 135/85 sollten Sie eine/n Arzt/Ärztin aufsuchen.

So messen Sie selbst:

Messen Sie am Oberarm, so messen Sie automatisch in Herzhöhe. Achten Sie darauf, dass Sie immer ungefähr zur gleichen Zeit Ihren Blutdruck bestimmen. Setzen Sie sich dazu entspannt hin und warten Sie davor ein paar Minuten. Legen Sie die Manschette laut Anleitung an. Tragen Sie die Werte in eine Tabelle oder einen Blutdruckpass, den Sie von uns erhalten, so haben Sie einen Überblick über Ihren Blutdruck. Warten Sie eine Minute bevor Sie erneut messen.

Sie können Ihren Blutdruck auch am Handgelenk messen. Achten Sie dabei darauf, dass das Handgelenk in Herzhöhe ist um die Messergebnisse nicht zu verfälschen.

Allgemeinmaßnahmen

Stellen Sie Ihren Lebensstil um – vermeiden Sie Stress, achten Sie auf Ihre Ernährung, bewegen Sie sich mehr und verzichten Sie auf Genussmittel. Bei einem leichten Fall der Hypertonie können Sie so der Erkrankung entgegenwirken. Bei schwereren Fällen werden Sie nicht auf Medikamente verzichten können.

Ernährung

Achten Sie auf ausgewogene Ernährung:

• 400 g Obst und Gemüse
• 200 g Getreideprodukte
• 1 Milchprodukt oder 1 Glas Milch
• max. 2 Scheiben mageren Käse
• 2mal pro Woche fettarmes Fleisch und Wurstwaren
• 1mal pro Woche Hülsenfrüchte und Seefisch
• 2 – 2,5 Liter Flüssigkeit (Wasser oder ungesüßten Tee)

Vermeiden Sie zu viel Kochsalz wie z.B. in Mineralwasser (max. 20 mg Natrium/Liter), Wurst, Fertigprodukten usw.  – am Tag höchstens 2,4 g Natrium (entspricht 5-6 g Kochsalz).

Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Kalium können blutdrucksenkend bzw. - regulierend wirken. (Für Erwachsene: Kalium 2 g/Tag; Magnesium: 300 - 400 mg/Tag; Calcium: 1.000 mg/Tag). Achtung! Bei Nierenerkrankungen fragen Sie dazu Ihre/n Arzt/Ärztin.

Aufteilung der Fettzufuhr bei einem Gesamtenergiebedarf von 2.200 kcal ca. 70 g/Tag:

• 7-10 % "gesättigte Fettsäuren" (v.a. enthalten in tierischen Produkten)
• 10-15 % "einfach" (z. B. Oliven- oder Rapsöl)
• 7-10 % "mehrfach ungesättigte Fettsäuren" (z. B. Distel-, Maiskeim-, Soja- oder Sonnenblumenöl und Fischöl z. B. vom Lachs oder Hering).
Bereiten Sie Ihr Essen möglichst fettarm zu.

Sind Sie übergewichtig? Dann versuchen Sie abzunehmen um Ihr Herz zu schonen, denn Personen mit hohem Bauchfettanteil sind besonders gefährdet.

Hören Sie mit dem Rauchen auf. Sie senken das Risiko einer Herzerkrankung enorm.

Bei Ihrem(r) Arzt/Ärztin oder in der Apotheke können Sie Ihren Blutdruck messen lassen.

Bewegung:

Steigern Sie langsam die Dauer und Intensität Ihrer Trainingseinheiten. Fangen Sie z.B. 3 mal die Woche 30 min lang mit schnellem Gehen an. Erhöhen Sie alle 2 – 3 Wochen die Dauer  der Einheit um 5 min bis Sie 50 – 60 min erreicht haben. Auch im Alltag könne Sie trainieren – benutzen Sie die Treppe statt dem Lift, lassen Sie Ihr Auto öfters mal stehen, gehen Sie viel zu Fuß, am besten so schnell, dass Sie gerade nicht laufen müssen usw. Ausdauertraining senkt den Blutdruck wohingegen Kraft-/Kampftraining diesen erhöht. Fragen Sie Ihre/n Arzt/Ärztin, welche Sportart sinnvoll für Sie ist. Kontrollieren Sie dabei Ihre Herzfrequenz mit einem Herzfrequenzmessgerät aus Ihrer Apotheke. Durch regelmäßige Bewegung können Sie eine Normalisierung des Blutdrucks, Verbesserung der arteriellen und venösen Durchblutung, Senkung des Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisikos, Gewichtsreduktion, Senkung des Cholesterinspiegels und des Blutzuckers, Erhöhung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens und Stressabbau erreichen.

Geeignete Sportarten:

• Gehen: Geht immer und überall und stärkt die Ausdauer. „Gehen“ ist vor allem auch für Übergewichtige zu empfehlen.
• Laufen: Dabei werden viele Muskeln gleichzeitig trainiert und wirkt gut auf die Ausdauer. Achten Sie beim Laufen auf die richtige Bekleidung.
• Radfahren: Bei Übergewicht sinnvoll, da gelenkschonend. Wirkt sehr gut auf die Ausdauer. Achten Sie auf eine möglichst hohe Trittfrequenz.
• Heimtrainer: Trainieren Sie mit wenig Widerstand aber dafür einer hohen Trittfrequenz und achten Sie auf die korrekte Sitzposition.
• Bergwandern: Die Kraftausdauer wird gestärkt. Beim Abstieg auf die Kniegelenke achten.
• Schilanglauf: Die richtige Technik ist hier besonders wichtig. Sie beanspruchen dabei Ihren ganzen Körper.
• Schwimmen: Hierbei trainieren Sie Ihren ganzen Körper. Aber nur mit der richtigen Technik können Sie Ihre Gelenke schonen.

Medikamente:

Um einen Behandlungserfolg zu erzielen sollten Sie Ihre verordneten Medikamente konsequent einnehmen. Einige davon haben wir hier für Sie zusammengefasst:

• Beta-Blocker: bewirken, dass das Herz langsamer schlägt, durch die Wirkung auf den Adrenalinhaushalt.
• Alpha-Blocker: senken den Blutdruck durch die Entspannung von Gefäßwänden.
• Diuretika (harntreibende Medikamente): der Gefäßwiderstand wird verringert durch weniger Blutvolumen, da überschüssige Salze und Flüssigkeiten ausgeschieden werden.
• Calcium Blocker: entspannen die Herzmuskelzellen, dadurch braucht das Herz weniger Sauerstoff.
• ACE-Hemmer und Angiotensin II-Rezeptorantagonisten: das Hormon verhindert Gefäßverengung.
Aber beachten Sie, dass Rauchen und Alkoholgenuss die Wirkung dieser Medikamente verringert.

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Kinder Hauterkrankungen

Die chronische Hautkrankheit Neurodermitis oder atopische Dermatitis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben immer wiederkehrt.
Sehr trockene Haut, Juckreiz, kleine Hautrisse hinter den Ohren und an den Mundwinkeln, Ekzeme in Kniekehlen und Ellenbeugen und eine auffallend starke Handlinienzeichnung sind die Begleiterscheinungen.
Sie tritt meistens schon vor dem ersten Lebensjahr auf, mit ziemlicher Sicherheit aber bevor das Kind 12 Jahre alt wird. Im Laufe der Jahre kann sich die Krankheit verbessern. An Neurodermitis Erkrankte bekommen allerdings schneller Allergien und das Risiko an Asthma zu leiden vergrößert sich.

Der Juckreiz ist in jeder Altersklasse vorhanden, weitere Symptome sind altersabhängig:

Bei Säuglingen:

Am behaarten Kopf beginnend breitet sich der Ausschlag meist über das Gesicht aus und befällt dann den Rumpf, den Windelbereich und die Streckseiten auf Beinen und Armen. Durch den Juckreiz kratzen die Säuglinge an den befallenen Stellen und nässende und entzündliche Hautverkrustungen entstehen, die etwas wie verbrannte Milch aussehen. Daher kommt auch die Bezeichnung Milchschorf. Der natürliche Hautschutz gegen Bakterien und andere Einflüsse von außen ist dann gestört und birgt ein hohes Risiko für bakterielle Sekundärinfektionen.

Bei Kindern und Jugendlichen:

Der Ausschlag ist in Kniekehlen und Ellenbeugen, dem Nackenbereich, den Händen und Füßen zu sehen. Er zeigt sich in Form von Rötungen, Pappeln und Hautverkrustungen, die die Folge des Kratzens sind.

Bei Erwachsenen:

Erwachsene sind zu den Stellen der Jugendlichen auch noch im ganzen Gesicht und oberen Körperbereich mit dem Ausschlag befallen. Leider können bei Ihnen noch weitere unangenehme Symptome auftreten:

• eingerissene Mundwinkel und trockene Lippen
• eingerissene Ohrläppchenansätze
• Augenbrauenausfall, vor allem seitlich
• doppelte Unterlidfalte
• Schweißbildung eingeschränkt
• Hautfurchen an Händen vertieft
• Hornhautverformung und Linsentrübung an Augen
• Kopfschuppen und Schuppen im Gesicht und der oberen Körperhälfte

Wenn Sie bei sich oder Ihrem Kind einige von den oben genannten Symptomen entdecken, sollten Sie schnellstens einen Arzt/Ärztin aufsuchen. Anhand von Untersuchungen, Ihrer Familiengeschichte und den Erkrankungssymptomen kann dieser labormedizinische Untersuchungen durchführen und dabei eventuell Hinweise auf eine Nahrungsmittelallergie finden.

Die drei-Säulen-Therapie:

Erste Säule:

Entzündungshemmend und rasch heilend wirkt eine dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragene Kortisonsalbe.

Zweite Säule:

Tritt die Neurodermitis nur in leichteren Schüben auf, so kann auf das Kortison verzichtet werden. Ersatzweise werden die betroffenen Stellen mit dem Wirkstoff Pimecrolimus behandelt.

Dritte Säule:

Bei keinen sichtbaren Symptomen schützt die richtige Pflege die Haut vor dem Austrocknen.

Was kann ich zur Prävention noch tun?

Nach Absprache mit Ihrem Arzt/Ärztin können Sie die folgenden Therapiemöglichkeiten testen und herausfinden, was bei Ihnen am Besten wirkt. Denn ein Universalrezept gibt es leider nicht.

Pflege der Haut:

Duschen oder baden Sie nicht länger als 10 Minuten und verwenden Sie keine Schaumzusätze, die die Haut austrocknen. Verwenden Sie Ölzusätze. Tupfen Sie sich dann vorsichtig ab und vermeiden Sie starkes Rubbeln. Cremen Sie sich direkt nach der Dusche ein.

Testen Sie neue Pflegeprodukte an kleinen Hautstellen aus und warten Sie die Reaktion ab. Verwenden Sie keine parfümhaltigen Präparate und achten Sie darauf, dass keine Konservierungs- und Farbstoffe enthalten sind. Ist das Haltbarkeitsdatum abgelaufen, sollten die Produkte weggeworfen werden.

Reinigen Sie Ihre Haut mit Ph- neutralen, also seifenfreien Produkten und verwenden Sie einen weichen Waschlappen.

Verwenden Sie Waschmittel ohne chemische Reizstoffe.

Tragen Sie Salben und Cremes nur dünn auf, um die Haut nicht mit einer Fettschicht unnötigerweise abzudichten.

Verwenden Sie Kortisonsalben nur im Akutfall und dosieren Sie diese niedrig.

Auf die Hygiene sollten Sie besonders achten. Dazu haben wir einige wichtige Tipps für Sie:

• Häufiges Wechseln von Handtüchern, Waschlappen und Windeln
• Fassen Sie nie direkt in Salbentöpfe oder tragen Salben mit den Fingern auf. Holzspatel, Handschuhe oder ein Löffel sollten Verwendung finden.
• Lassen Sie sich von Ihrem Arzt/Ärztin die Salben in Tuben verschreiben, das ist hygienischer als Salbentöpfe.

Wie stille ich den Juckreiz?

• Benutzen Sie rückfettende Salben für trockene Haut.
•  Tragen Sie kein Mohair, Angora oder Wolle und ziehen Sie luftige Kleidung an, denn zu enge Kleidung gibt einen Hitzestau und die Schweißbildung auf der Haut führt zu vermehrtem Juckreiz.
• Badezusätze sollten juckreizlindernde Substanzen enthalten
• Tragen Sie Kühlsalben auf und legen Sie Kühlbeutel auf um dem Juckreiz entgegenzuwirken.
• Nehmen Sie abends verordnete Antihistaminika oral ein.
• Verwenden Sie Lotionen und Schüttelmixturen die Zink, Thesit oder Stärke enthalten.
• Machen Sie kalte Umschläge auf nässende Hautstellen mit Kamille, Blutwurzel, schwarzem Tee, Hamamelis und Eichenrinde.  
• Machen Sie das Kinderzimmer milbenfrei, indem Sie Polster, Decken, Kissen und Matratzenüberzüge bei 60°C waschen. Halten Sie im besten Fall keine Haustiere und beobachten Sie, zu welchen Ereignissen Ihr Kind Juckreiz bekommt.

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Knochenschwund (Osteoporose)

Die Skeletterkrankung Osteoporose zeichnet sich durch ein erhöhtes Risiko an Frakturen, also Knochenbrüchen aus. Dabei sind die Knochen nicht so fest, wie bei einem gesunden Menschen.

Wann kann Osteoporose entstehen?

• Bei übermäßigem Alkoholkonsum und starkem Rauchen
• Bei feinem Körperbau
• Bei Einnahme bestimmter Medikamente über einen langen Zeitraum hinweg,
z. B. Kortisontherapie nach einer Organtransplantation
• Bei mäßiger Bewegung
• Bei übermäßiger Bewegung
• Bei später Menarche (1. Regelblutung)
• Bei starker psychischer familiärer Belastung. Dadurch kann eine verfrühte Menopause (Wechseljahre) eintreten.
• Bei Hormonstörungen (Schilddrüse, Östrogen, Calcitonin, Parathormon oder Testosteron)

Es gibt zwei Arten der Osteoporose, die primäre und die sekundäre.

Merkmale der primären Osteoporose:

• Knochenabbau altersbedingt (senil), der ab 70 Jahren bei Männern und Frauen gleichermaßen auftritt.
• Östrogenmangel (postmenopausal), der bei Frauen nach der Menopause vorkommt.

Merkmale der sekundären Osteoporose als Begleiterscheinung folgender Krankheiten:

• Starke Alkohol- und Nikotinabhängigkeit
• Chronische Nieren- und Lebererkrankungen
• Hormonhaushaltstörungen wie Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes Typ 1 und Wachstumshormonmangel
• Medikamente, die über einen langen Zeitraum hinweg eingenommen werden wie Heparin, Zytostatika, Kortikoide oder Antikonvulsiva.

Was kann ich tun um einer Osteoporose vorbeugend entgegenzuwirken?

• Gesunde Ernährung
• Nichtrauchen
• Lebensfreude
• Unfallverhütung
• Kinder und Heranwachsende sollten beim Sport nicht übertrainieren. Bei jungen Frauen kann dadurch die Menstruation ausbleiben und ein Knochendichteverlust eintreten.

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Körperpflege bei Babys

Zahlreiche Tipps und Tricks wie sich Ihr Baby rundum wohlfühlt, denn nichts ist schöner als ein glückliches, zufriedenes Baby.

Babyhaut

Bei Babys ist der Feuchtigkeitsgehalt der Haut höher und die Schweißbildung (Kühlung) vermindert. Der natürliche Sonnenschutz der Haut (geringe Melaninbildung) fehlt. Durch die noch kleinen Talgdrüsen ist die Anfälligkeit gegenüber Reizstoffen wie Speichel und Exkremente und somit die Infektanfälligkeit erhöht. Daher gilt es bei der Pflege einiges zu beachten:

Baden

• Erst wenn der Nabel abgeheilt ist und keine Infektionsgefahr mehr besteht, sollte das erste Bad stattfinden. Es genügt, das Kind 1 – 2 mal pro Woche zu baden. Nehmen Sie sich Zeit, Ihr Baby genießt es.
• Raumtemperatur: 25 °C; Wassertemperatur: 36 – 37 °C.
• 5 min Badezeit genügen am Anfang.
• Pures Wasser genügt bei Babys unter 3 Monaten, danach milde und rückfettende Badezusätze oder etwas Olivenöl.
• Trocknen sie das Baby nach dem Bad sanft aber gründlich ab, cremen Sie es mit einer milden, rückfettenden Babylotion ein und ziehen Sie Ihr Kind zügig an.

Waschen

Wenn nicht gebadet wird, reicht es, wenn Sie Ihr Baby mit Waschlappen und klarem lauwarmen Wasser waschen.
• Vermeiden Sie Zugluft beim Waschplatz. Erwärmen Sie ggf. den Raum und Ihre Hände vorher.
• Entfernen Sie Creme- und Puderreste vorsichtig mit Babyöl und warmem Wasser. Benutzen Sie keine Seife oder alkoholhaltige Gels.
• Babyshampoo erst verwenden, wenn der Kopf voll mit Haaren bewachsen ist. Davor waschen Sie den Kopf mit klarem Wasser und einem weichen Waschlappen.
• Trocknen sie das Baby sanft aber gründlich ab, cremen Sie es mit einer milden, rückfettenden Babylotion, den Po mit einer Salbe oder Paste ein und ziehen Sie Ihr Kind zügig an. Benutzen Sie für die Reinigung der Ohren oder Nase keinesfalls Wattestäbchen, die Spitze eines Papiertaschentuchs genügt.
• Benutzen Sie niemals Creme und Puder gleichzeitig um Hautrötungen durch die Krümelbildung zu vermeiden.

Empfindliche und kranke Haut (Ausschläge, Ekzeme)

Bei Babys mit empfindlicher oder kranker Haut sollten Sie folgendes beachten:
• Benutzen Sie Körperpflegemittel aus reinen Natursubstanzen. Synthetische Zusatzstoffe (wie z.B. Konservierungs-, Aroma-, Farbstoffe) können Allergien auslösen.
• Die verwendeten speziellen Babypflegeprodukte sollten Sie nicht zu dick auftragen.
• Hat Ihr Baby trockene oder juckende Haut, sollten Sie es täglich mit einer Basis-Creme eincremen. Zum Baden sollten Sie rückfettende parfümfreie Ölpflegebäder verwenden.
• Nach dem Waschen die Haut nur abtupfen und sofort eincremen.
• Mit Babyöl können Sie verkrustete Milchschorf-Stellen aufweichen.
• Benutzen Sie Waschmittel sparsam und verzichten Sie auf Weichspüler. Spülen Sie Ihre Wäsche mit klarem Wasser nach.

Nützliches

• Stellen Sie beim Wickeln sämtliche Pflegeprodukte in Reichweite, so können Sie vermeiden, dass Ihr Baby vom Wickeltisch fällt.
• Sie können auf Feucht- und Ölpflegetücher verzichten, sie sind überwiegend parfümiert und hinterlassen spür- und riechbare Spuren. Benutzen Sie einen Waschlappen, das ist umweltfreundlicher und günstiger.
• Säubern Sie Mädchen immer von der Scheide zum Po, so dass keine Darmbakterien in die Scheide gelangen können.
• Da bei kleinen Jungen die Vorhaut in den ersten Jahren noch unelastisch ist, dürfen Sie sie nicht zurückschieben. Das kann zu Verletzungen und Entzündungen führen.
• Setzen Sie Ihr Baby im ersten Jahr keinen direkten Sonnenstrahlen aus. Der Schutzmechanismus der Haut funktioniert noch nicht. Verwenden Sie lichtdichte Kleidung und Sonnenhüte. Benutzen Sie für unbedeckte Stellen eine spezielle Sonnencreme.
• Verwenden Sie im Winter eine wasserarme Wind- und Wettercreme.

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Krankheitsanzeichen bei Kindern

Achten Sie auf Krankheitsanzeichen bei Ihrem Kind und unterscheiden Sie zwischen leichten und schweren Beschwerden. Sie können Harmloses selbst behandeln während Sie sich, wenn Sie Zweifel haben, sofort ärztlichen Rat holen sollten.

Krankheitsanzeichen bei Kindern:

Zahnschmerzen:

Es tut weh, wenn man die ersten Zähne bekommt, sie durchbrechen und verletzen das Zahnfleisch. Hat Ihr Kind Entzündungen oder Schwellungen im Zahnbereich, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

  • Es hilft, wenn kleine Kinder auf Hartes beißen (z.B. Selleriestange, Karotte, Brotrinde, Beißring). In der Apotheke erhalten Sie Kalmus- oder Veilchenwurzeln, die natürliche schmerzlindernde Stoffe enthalten sowie homöopathische Mittel oder Spezialgele.

  • Legen Sie Ihrem Kind Thymian, Lavendel und Kamille in einem Kissen auf die Wangen.

  • Achten Sie darauf, dass das Kopfpolster aus synthetischen Materialien besteht.

  • Bei Entzündungen hilft es, ein Kühlpad aufzulegen oder Eiswürfel zu lutschen. Gehen Sie aber in jedem Fall zum Zahnarzt.

  • Nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder ApothekerIn können Sie im Bedarsfall Schmerzmittel, die für Kinder geeignet sind verabreichen.

Appetitlosigkeit

  • Wenn der Zustand länger als 3 Tage anhält und/oder Ihr Kind deutlich abgenommen hat, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren. Ängste, Sorgen, Mangel an Magensäure, Entzündungen im Magen-Darm-Trakt, Infektionskrankheiten mit Fieber und Durchfall könnten hierfür die Ursache sein.
  • Wenn Ihr Kind einmal nicht so viel isst, achten Sie darauf, dass es genügend Flüssigkeit zu sich nimmt.
  • Frische Luft und Bewegung steigert den Appetit.
  • Probieren Sie aus, die Speisen auf dem Teller lustig anzurichten.
  • Frische Kräuter (Basilikum, Thymian, Gelbwurz) steigern den Appetit.
  • In der Apotheke erhalten Sie Spezialtees.
  • Vermeiden Sie Süßes als Zwischenmahlzeit. Das ist ungesund und hemmt den Appetit.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor dem Essen nicht so viel trinkt, damit der Magen nicht voll ist.

Bauchschmerzen

Versuchen Sie die Ursache zu finden. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihr Kind plötzlich starke Bauchschmerzen bekommt, diese einige Stunden anhalten, sich der Bauch hart anfühlt und beim Tasten schmerzt und es sich übergeben muss.
Mit einem Belastungstest können Sie eine Blinddarmentzündung erkennen: Ihr Kind soll sich auf die Zehenspitzen stellen und dann mit voller Kraft wieder mit den Fersen auf dem Boden aufsetzen, hat es dabei in der Bauchgegend Schmerzen kann es sich um eine Blinddarmentzündung handeln.
Haben Sie gefährliche Erkrankungen ausgeschlossen, können Sie mit folgenden Tipps die Schmerzen lindern:

  • Mit einer Wärmeflasche können Sie den Bauch entspannen und beruhigen.
  • Anis, Kamille, Kümmel, Löwenzahn, Melisse, Pfefferminze, Salbei, Schafgarbe wirken krampflösend.
  • Sie erhalten bei uns einen Magen-Darm Tee, Baldrianwurzel, Käsepappel, Kümmel, Pfefferminzblättern und Kamillenblüten.
  • Geben Sie Ihrem Kind leicht verdauliche Kost (Brei, Gemüsesuppe).

Blähungen

Die tägliche Gasausscheidung aus dem Darm ist völlig normal. Ursachen für übermäßige Blähungen können Speisen wie Kohl, Hülsenfrüchte (v.a. Bohnen), Zwiebel, Vollkornbrot, Müsli, rohes Obst, kalte kohlensäurehaltige Getränke, Luftschlucken sowie Nervosität oder Verdauungsschwäche sein.

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind beim Essen Ruhe hat und sorgfältig kaut.
  • Bestimmte Gewürze (z. B. Kümmel, Fenchel, Anis, Majoran) sowie einige Früchte (Ananas, Papaya etc.)  können verdauungsfördernd sein.
  • Ziehen Sie Ihrem Kind bequeme nicht enge Kleidung an.
  • Mit einer Wärmeflasche können Sie den Bauch entspannen und beruhigen.
  • Eine Bauchmassage im Uhrzeigersinn hilft.
  • Sie erhalten in Ihrer Apotheke diverse frei verkäufliche Präparate wie Tees mit Anis, Kümmel, Kamille, Pfefferminz, Fenchel oder Melisse. Ihr Arzt/Ärztin kann Ihnen Medikamente verordnen, welche die Gasbildung im Darm vermindern.

Schlafstörungen

Hier kann man zwischen Einschlafschwierigkeiten, Durschlafstörungen und frühzeitiges Aufachen unterscheiden. Die Ursachen können körperlich oder seelisch sein.

  • Wenn sich Ihr Kind viel an der frischen Luft bewegt, schläft es besser.
  • Vermeiden Sie TV und PC vor dem Schlafen gehen. Achten Sie im Kino oder bei Fernsehfilmen auf die  FSK.
  • Haben Sie es schon mit ungezuckertem Baldrian-, Melissen-, bzw. Hopfentee versucht?
  • Legen Sie ein Einschlafritual fest, dass Sie jeden Abend durchführen.
  • Geben Sie Ihrem Kind keine schweren Mahlzeiten zum Abendessen.
  • Beruhigend wirken Kräuterkissen mit einer Füllung aus Hopfenzapfen, Johanniskraut oder Lavendelblüten zu gleichen Teilen.

Kopfschmerzen

Es gibt viele Auslöser für Kopfschmerzen (z. B. Hunger, Müdigkeit, Wetter, Chemikalien, Erkältung, Zahnschmerzen, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Überanstrengung). Jedoch kann z.B. eine Migräne, ein Cluster-Kopfschmerz (konzentrierter Schmerz 20 min bis 2 h lang) oder Spannungskopfschmerzen (dumpfer, drückender Schmerz) als Krankheit in Erscheinung treten.
So können Sie Kopfschmerzen bei Ihrem Kind lindern:

  • Sorgen Sie für genügend Schlaf und Entspannung. Ein Spaziergang an der frischen Luft wirkt oft Wunder.
  • Schauen Sie darauf, dass Ihr Kind genügend trinkt.
  • Rauchen Sie nicht vor dem Kind und auch nicht in der Wohnung.
  • Ein paar Tropfen von 10%igem Rosmarin-, Pfefferminz- oder Nelkenöl bzw. Melissengeist auf Stirn, Schläfen und Nacken können Ihrem Kind Linderung verschaffen.
  • Legen Sie kalte Umschläge (z.B. mit Topfen) auf Stirn und Nacken.
  • Wenn Sie die Akupressurpunkte kennen, kann das auch helfen.
  • Kann es sein, dass Ihr Kind nachdem es etwas Bestimmtes (z.B. Käse, Schokolade) gegessen hat, Kopfschmerzen bekommt?
  • Nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder ApothekerIn können Sie im Bedarsfall Schmerzmittel, die für Kinder geeignet sind verabreichen.
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Lausalarm

Wenn Sie oder Ihr Kind mit Kopfläusen befallen sind, so ist das nicht zwingendermaßen ein Resultat von schlechter Hygiene.

Wie erkenne ich einen Befall mit Kopfläusen?

Untersuchen Sie den Haaransatz. Dort sind die Nissen, die Eier der Läuse, verklebt und schlüpfen nach ca. 7 Tagen aus. Danach lebt die Laus unter Durchwanderung verschiedenster Stadien noch etwa 30 Tage lang weiter, wenn sie die Bedingungen dazu hat. Diese sind eine hohe Luftfeuchtigkeit von 80-90%, eine warme Umgebungstemperatur von rund 25°C und die Ernährung durch das menschliche oder tierische Blut. Als perfekten Untergrund für die Fortbewegung sieht die Laus Haare an. Deshalb kann Sie auch gut von Kopf zu Kopf klettern, fliegen oder springen und eine Ansteckungsgefahr ist sehr hoch. Nimmt man der Laus allerdings diese Bedingungen, so vertrocknet sie rasch.

Reagieren Sie aufmerksam auf Juckreiz auf Kopfhaut, Augenbrauen, unter den Achseln oder der Bartregion. Mit einer Lupe finden Sie den Lausbefall sicher, wenn Sie sorgfältig Strähne für Strähne untersuchen. Verwechseln Sie die Nissen nicht mit Schuppen. Nissen sind vor dem Schlüpfen grau und erscheinen danach etwas weiß, sie haben alle die gleiche Größe und kleben am Haarschaft fest, sodass sie nicht einfach weggewischt werden können.

Was tun gegen Kopfläuse?

Finden Sie heraus wer in der Umgebung von Kopfläusen befallen ist, denn die Behandlung ist nur bei befallenen Personen nötig. Reinigen Sie Bürsten und Kämme, Rasierapparate, beziehen Sie Bettzeug und Kissen neu und wechseln Sie die Kleidung.

Entfernen Sie Nissen mit einem Nissenkamm oder verwenden Sie ein spezielles Shampoo, das Sie in Ihrer Apotheke erhalten.

Behandeln Sie den Befall auf natürliche Weise mit Silikonölprodukten oder einer Kombination aus Kokosnuss- und Anisextrakten. Es stehen Ihnen auch synthetische Insektizide wie Carbamate oder Pyrethroide zur Verfügung, die allerdings erst bei erwachsenen Läusen wirken.

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Lebenswichtige Vitamine

Der menschliche Körper selbst kann keine für uns lebenswichtigen Vitamine herstellen. Deshalb ist es wichtig diese zuzuführen. Welche hier die wichtigsten sind und in welchen Mengen sie eingenommen werden sollten erfahren Sie hier.

Vitamine werden in zwei Gruppen aufgeteilt und werden je nach Art unterschiedlich lange im Körper gespeichert. Manche kann man also auf Vorrat essen, sie werden dann bei Bedarf ausgeschüttet. Andere müssen laufend durch die Nahrung oder spezielle Präparate zugeführt werden.

Zur ersten Gruppe, der fettlöslichen Vitamine, gehören:

  • Vitamin A (Retinol)
  • Vitamin D (Calcitriol)
  • Vitamin E (Speicherung im Körper ca. 6 – 12 Monate)
  • Vitamin K (K1, K2, K3, K4 „Koagulationsvitamine“)

Die wasserlöslichen Vitamine sind:

  • Vitamin C (Speicherung im Körper ca. 2 – 6 Monate)
  • Vitamin B1, B2, B6, B9, B12
  • Biotin
  • Phantothensäure

Wichtige Tipps:

Ausgewogenen Ernährung:

Ernähren Sie sich ausgewogen um genügend Vitamine mit dem Essen aufzunehmen. Das bedeutet täglich 5 x Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Milchprodukte und ausreichend Flüssigkeit (mindestens 2,5 Liter). Außerdem sollten Sie nicht mehr als 2-3 Mal pro Woche mageres Fleisch essen, sondern auch mit Meeresfisch und Hülsenfrüchten für Abwechslung sorgen. Gegebenenfalls ist auch eine Nahrungsergänzung, die Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker absprechen können, sinnvoll. Das betrifft vor allem Kinder oder ältere Menschen, Schwangere oder Stillende, oder Menschen die unterernährt sind oder nur sehr einseitig essen.

Damit der Körper die oben genannten fettlöslichen Vitamine gut aufnehmen kann müssen sie immer in Verbindung mit Fett aufgenommen werden. Fügen Sie entweder ein bis zwei Tropfen Öl hinzu oder essen Sie ein Butterbrot, wenn Sie z. B. frisch gepressten Karottensaft trinken, der vor allem viel Vitamin A enthält.

Gemüse und Obst richtig einkaufen und aufbewahren:

Kaufen Sie frische Produkte und verarbeiten Sie diese so schnell wie möglich. Licht, zu heißes Wasser oder Sauerstoff schaden den Vitaminen. Schonendes Garen und das Aufbewahren an dunklen, kühlen Orten, beispielsweise einem Biofreshfach im Kühlschrank tragen zur Haltbarkeit bei. Kartoffeln, Südfrüchte und Gurken hingegen sollten nicht kälter als 5 – 10 C gelagert werden, da sie empfindlich auf Kälte reagieren.

Waschen Sie Obst und Gemüse stets gut bevor sie es zubereiten und trennen Sie die Schale nicht ab, denn darunter sitzen die meisten Vitamine. Salate sollte direkt nach der Verarbeitung mit Zitrone oder Essig mariniert werden, sodass möglichst wenige Vitamine verloren gehen.

Einfrieren und Auftauen

Sie dürfen gerne auch tiefgekühltes Obst und Gemüse essen, da durch die schnelle Verarbeitung der Lebensmittel hier meist mehr Vitamine vorhanden sind als in frischen. Beachten Sie aber unbedingt die Zubereitungshinweise auf der Verpackung. Um Vitamine vor dem Einfrieren zu Hause zu erhalten blanchieren Sie diese vorab. (kurzes Übergießen mit heißem Wasser)

Was kann die Aufnahme von Vitaminen einschränken?

  • Alkohol
  • Nikotin
  • Gewisse Medikamente
  • Koffein
  • Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie kann ein Mangel festgestellt werden?

Durch einen Blut- oder Urintest kann festgestellt werden welche Vitamine Ihrem Körper fehlen und deshalb zugeführt werden sollen. Diverse Labors bieten einen solchen kostenpflichtigen Test an. Wissen Sie dann welche Vitamine Ihnen fehlen hilft Ihr Arzt oder Apotheker gerne bei der Zusammenstellung von Nahrungsergänzungsmitteln.

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Medizinschrank

Um im Notfall schnell reagieren zu können muss Ihre Hausapotheke mit einigen wichtigen Dingen ausgestattet sein.

Beachten Sie allgemein:

  • Beipackzettel und Verpackung sind immer zusammen mit dem Medikament für Kinder unzugänglich aufzubewahren.

  • Lagern Sie diese an einem trockenen und kühlen Ort mit geringer Luftfeuchtigkeit.

  • Kontrollieren Sie alle Inhalte auf ihr Verfallsdatum und schmeißen Sie abgelaufene Präparate weg oder geben Sie, sie in der Apotheke für eine fachgerechte Entsorgung ab.

  • Kaufen Sie wichtige und oft benötigte Medikamente rechtzeitig nach.

  • Befolgen Sie die Einnahmevorschriften Ihres Arztes/Ärztin.

  • Bewahren Sie Putzmittel und Reinigungsmittel getrennt von Medikamenten auf.

  • Notieren Sie sich alle wichtigen Notfallnummern um, im Ernstfall schnell reagieren zu können.

Was gehört in den Medizinschrank?

  1. Verbandsmaterial: Mullbinden, Pflaster, Wundgaze, die den Zusatz „hypoallergen“ und „atmungsaktiv“ haben sollten.
  2. Pflegemittel: Plastikhandschuhe, Badethermometer, Wärmeflasche, Desinfektionsmittel, Augenklappe, Mundspatel, Splitterpinzette, Nagelschere, Nasensekretabsauger, Fieberthermometer, Gelkompressen, Lupe, Zeckenzange, Lederfingerling.
  3. Arzneimittel: Ohren- und Augentropfen, Hustenstillende Mittel, Präparate gegen Blähungen und Appetitlosigkeit, Durchfall, Schnupfen und Halsschmerzen, Wundsalben, Kopfschmerztabletten, Hautirritationscremes, Reiseapotheke, Salbe gegen Sportverletzungen.


Bei der Bestückung Ihres Medizinschrankes auch mit homöopathischen Präparaten steht Ihnen Ihr Apotheker gerne zur Verfügung.

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Medizinschrank für Kinder

Eine besonders gut ausgestattete Hausapotheke ist umso wichtiger wenn sich auch Kinder im Haushalt befinden. Für Alltagsbeschwerden oder kleine Verletzungen sind Sie dann jederzeit gerüstet.

Beachten Sie allgemein:

• Bewahren Sie Medikament immer unzugänglich für Kinder auf und entfernen Sie den Beipackzettel nicht. Finden Sie Medikamente auf denen das Etikett oder Beipackzettel fehlt, dann schmeißen Sie diese weg. Eine Verwechslungsgefahr ist zu hoch.

• Misten Sie aus und werfen alle abgelaufenen Medikamente weg, bzw. bringen Sie diese in Ihre Apotheke, da sie dort fachgerecht entsorgt werden können. Kaufen Sie wichtige, regelmäßige Medikamente und Verbandsmaterial nach.

• Lagern Sie die Medikamente an einem kühlen und trockenen Ort. Küche oder Bad sind dafür wegen der hohen Luftfeuchtigkeit nicht geeignet.

• Nehmen Sie die Medikamente wie vom Arzt/Ärztin verordnet ein.

• Legen Sie eine Broschüre mit Erste-Hilfe-Maßnahmen in den Medizinschrank um im Ernstfall richtig zu handeln und notieren Sie sich Notfallnummern der Polizei (133), der Feuerwehr (122), der Rettung (144), des ärztlichen Notdienstes (141) und der Vergiftungszentrale (4064343-0).

Was sollte der Medizinschrank beinhalten?

1. Verbandsmaterial: Mullbinden, Pflaster, Wundgaze, die den Zusatz „hypoallergen“ und „atmungsaktiv“ haben sollten.

2. Pflegemittel: Plastikhandschuhe, Badethermometer, Wärmflasche, Desinfektionsmittel, Augenklappe, Mundspatel, Splitterpinzette, Nagelschere, Nasensekretabsauger, Fieberthermometer, Gelkompressen, Lupe, Zeckenzange, Lederfingerling.

3. Arzneimittel: Bauchschmerzen, Insektenstiche, Ohren- und Augentropfen, Hustenstillende Mittel, Präparate gegen Blähungen und Appetitlosigkeit, Durchfall, Schnupfen und Halsschmerzen, Wundsalben, Kopfschmerztabletten, Hautirritationscremes, Reiseapotheke, Salbe gegen Sportverletzungen, Zahnschmerz und Fluortabletten.

Bei der Bestückung Ihres Medizinschrankes auch mit homöopathischen Präparaten steht Ihnen Ihr Apotheker gerne zur Verfügung.

Tipps zur Einnahme:

• Bestrafen Sie Ihr Kind nicht, wenn es die Medizin nicht einnehmen will, sondern versuchen Sie es erneut, aber lassen Sie auch nicht mit sich handeln.

• Um Verwechslungen vorzubeugen bezeichnen Sie Medizin nie als Süßigkeiten.

• Setzen oder stellen Sie Ihr Kind bei der Einnahme hin.

• Achten Sie auf die genaue Dosierung und benutzen Sie die üblichen Dosierhilfen wie Spritzen und Medizinlöffel aus Plastik.

• Tragen Sie Salben und Puder nie gleichzeitig aus.

• Fragen Sie Ihren Arzt/Ärztin danach, ob Sie schlecht schmeckende Medikamente in Kombination mit Lebensmitteln, wie z. B Pudding einnehmen dürfen, um den Geschmack abzuschwächen.

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Müdigkeit im Frühjahr

Besonders bei sehr wetterfühligen Menschen treten im Frühjahr Kreislaufprobleme, Schwindel, Müdigkeit und Antriebslosigkeit, sowie Gereiztheit auf. Das Wetter wechselt dann ständig von warm auf kalt und wenn die Temperaturen hoch gehen, dann weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt. Die genauen Mechanismen der Müdigkeit sind noch nicht geklärt, es gibt aber Methoden den Symptomen entgegenzuwirken:

• Passen Sie in dieser Übergangszeit Ihren Tagesrhythmus den Lichtverhältnissen an. Es ist wichtig so viel Licht und Sonnenschein wie möglich abzubekommen, denn Licht heitert auf und macht fit. Gehen Sie deshalb früher schlafen und tanken direkt nach dem Aufstehen die erstehen Sonnenstrahlen und Farben des Tages.

• Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft, das kurbelt den Kreislauf an und speichert Sauerstoff im Körper, der das Herz stärkt und das Immunsystem festigt.

• Wechselduschen helfen bei Kreislaufproblemen und machen fit.

• Bauen Sie kleine gymnastische Übungen in Ihren Tagesablauf ein. Sie wirken durchblutungsfördernd und erreichen, dass sich die Haut besser fühlt und Sie durch die unzähligen Sensoren in der Haut Ihre Umwelt besser und intensiver wahrnehmen können.

• Achten Sie darauf, dass Ihr Blutdruck nicht zu arg absackt. Wechselduschen und Massagen trainieren die Gefäße und halten den Blutfluss in Gang.

• Peppen Sie Ihre Kleidung und den Haushalt mit frischen Farben auf.

• Ernähren Sie sich nicht zu schwer und essen Sie viel Obst und Gemüse. Der lästige Winterspeckt hat dann auch nichts zu lachen.

• Beenden Sie den Tag in Ruhe mit Entspannung und überfordern Sie ihn nicht.

• Führen Sie Spurenelemente, Mineralien und Vitamine zu, wenn Sie an Niedergeschlagenheit und Müdigkeit leiden.


Lassen sich mit all diesen Tipps die Antriebslosigkeit, Gereiztheit und Müdigkeit überhaupt nicht vertreiben, ist ein Arzt/Ärztin zu kontaktieren.

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Migräne und Kopfschmerzen

Primärer Kopfschmerz:

Diese Art von Kopfschmerz trifft jeden Menschen innerhalb seines Lebens öfter und wird ausgelöst durch Wetterumstellung, bestimmte Nahrungsmittel und Medikamente, hormonelle Veränderungen starke Kälteeinwirkung, Alkoholgenuss und Licht oder Lärm.

Sekundärer Kopfschmerz:

Der sekundäre Kopfschmerz ist die Folgeerscheinung einer Krankheit. Wenn die Grunderkrankung geheilt wird, dann verschwindet auch der Kopfschmerz.

Migräne:

Der Schmerz tritt pulsierend, stechend oder hämmernd meist an einer Schläfe oder um ein Auge herum auf. Bei einem Migräneanfall, der als Nebenerscheinung Erbrechen, Übelkeit, Appetitlosigkeit oder eine Überempfindlichkeit gegenüber grellem Licht, manchen Gerüchen, Lärm und Berührungen mit sich bringt, sind dem Betroffenen das Arbeiten und Aktivitäten in der Freizeit oft nicht mehr möglich.

Clusterkopfschmerz:

Diese Art von Schmerz beschränkt sich stark auf eine Seite des Kopfes und beginnt ganz plötzlich mit stechenden Attacken. Bohrend und brennend wird der Schläfenbereich und das Auge getroffen. Die Nase läuft, das Auge tränt und ist gerötet.

Spannungskopfschmerz:

Der Name ist abgeleitet vom Bild eines Schraubstockes, welcher sich stumpf drückend in einen Untergrund schraubt. Denn der Schmerz tritt meist beidseitig auf und zieht sich vom Hinterkopf an hoch bis in den Stirnbereich. Die Ursache ist oft eine falsche Körperhaltung oder Stress.

Vorbeugende Maßnahme bei Kopfschmerzen:


• Beachten Sie die richtige Körperhaltung am Arbeitsplatz und zu Hause. Stellen Sie Ihren Stuhl dabei so ein, dass im Sitzen Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden und die Unterarme beim Schreiben flach auf der Tischplatte liegen. Achten Sie darauf, dass die Sitzkante abgerundet ist.

• Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich. Über den Tag verteilt sollten Sie 2 – 2,5 Liter trinken. Dabei eignen sich besonders: stilles oder mildes Mineralwasser oder Leitungswasser, Suppen oder Kräuter- und Früchtetees ohne Zucker.

• Bewegen Sie sich ausreichend, am besten an der frischen Luft, denn Bewegung verhilft Ihnen zu einem klaren Kopf.

• Konsumieren Sie wenig Alkohol und verzichten auf das Rauchen.

• Schlafen Sie viel und ernähren Sie sich gesund!

• Baden Sie mit entspannenden Substanzen wie Melisse, Baldrian und Citronella oder wenden Sie Entspannungstechniken wie Tai-Chi, Qigong oder autogenes Training an.

• Lassen Sie sich gegen Kopfschmerz akupunktieren, wenden Sie Akupressur an oder lassen Sie sich ein Biofeedback geben.

• Die Schmerzen lassen sich auch durch Wärmebehandlungen wie Wärmflasche oder Bad und Rotlicht mindern. Je nach Typ kann auch eine Kälteanwendung mit Eiskompressen oder kühlenden Gels schmerzlindern sein.

• Reiben Sie Ihre Schläfen und die Stirn mit Öl ein (ätherische Öle wie Pfefferminzöl oder Majoranöl, jedoch mit 10%iger Verdünnung) oder benutzen Sie Melissengeist oder Tigerbalsam.

• Erstellen Sie bei Bedarf ein Kopfschmerztagebuch. Dadurch kann herausgefunden werden, wann der Schmerz auftritt und durch welche Faktoren er eventuell hervorgerufen wird. Beispiel hierfür sind bestimmte Speisen, Getränke oder Situationen.

• Lassen Sie sich Massagen verordnen, die die verspannten Muskelpartien lösen oder gehen Sie zu einer schmerzbezogenen Psychotherapie.

• Trinken Sie Kräutertees, die von Innen beruhigen und entspannen, wie Basilikum, Majoran, Baldrian, Lavendel, Ingwer oder Melisse oder lassen Sie sich in Ihrer Apotheke eine Kräuterteemischung aus Johanniskraut, Melisse und Pfefferminze herstellen.

• Bei rechtzeitiger Einnahme können Schmerztabletten Linderung verschaffen. Von einer Dauereinnahme in hohen Dosen raten wir jedoch ab, um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden.

Wann muss ich einen Arzt/Ärztin aufsuchen?

  1. Wenn die Schmerzen nicht mehr abklingen und immer stärker werden und von Erbrechen und Übelkeit begleitet werden.

  2. Wenn die Schmerzen die Folge von Medikamenteneinnahmen sind.

  3. Wenn Sie einen Stoß oder Schlag auf den Kopf bekommen haben.

  4. Wenn plötzlich starke Kopfschmerzen auftreten, die für Sie nicht zuordenbar und neu sind.

  5. Wenn Begleiterscheinungen wie Krämpfe, Schwindelgefühl, Sehstörungen und ein Kontrollverlust von Arm- und Beinmuskulatur auftreten.
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Primäre und sekundäre Gicht

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu den entzündlich rheumatischen Krankheiten gehört. Die Harnsäurewerte im Blut sind erhöht. Erbfaktoren und Übergewicht, falsche Ernährung und strenges Fasten spielen die Hauptrollen bei der Entstehung der Krankheit.

Primäre oder familiäre Gicht:

Von diesem angeborenen Stoffwechseldefekt sind vor allem Männer (95%) betroffen. Entweder herrscht eine Ausscheidungsstörung der Niere vor oder bildet der Organismus als Folge von Enzymdefekten vermehrt Harnsäure. Ein Gichtanfall wird durch verschiedene Faktoren gefördert. Diese sind strenges Fasten, Übergewicht, zu viele tierische Nahrungsfette, übermäßiger Alkoholgenuss, zu purin- und eiweißreiche Nahrung oder Unterkühlung.

Sekundäre Gicht:

Die sekundäre Gicht entsteht durch eine Nierenfunktionsstörung, wenn zu viel Harnsäure, die der Körper nicht abbauen kann, produziert wird oder durch Defekte im blutbildenden System.

Drei Stadien der Gicht:

Asymptomatische Hyperurikämie, bei der erhöhte Harnsäurewerte ohne Krankheitssymptome festgestellt werden.

Primäre Gelenkgicht oder akuter Gichtanfall
der meist nachts oder am frühen Morgen mit starken Schmerzen an Hand- und Sprunggelenken, der Fußwurzel, den Finger- und Kniegelenken beginnt. Der Anfall kann einen Zeitraum von einigen Stunden oder mehrere Tagen lang anhalten. Dabei schwellen die betroffenen Bereiche an, verfärben sich hochrot, werden heiß und reagieren überempfindlich auf Druck.

Chronische Gicht zerstört nach und nach die Gelenkknorpel der Knochen und Sehnen.

Bei plötzlich auftretenden Entzündungen sollten Sie einen Arzt/Ärztin besuchen. Dieser führt meist folgende Untersuchungen durch:

Röntgen:

Auf dem Röntgenbild sind Veränderungen der Gelenkzerstörung vor allem bei chronischem Bild sichtbar. Eine Untersuchung der Gelenkflüssigkeit begleitet diese. Mit diesem Verfahren können auch Krankheitsbilder wie Pseudogicht, infektiöse Arthritiden und rheumatische Arthritis ausgeschlossen werden.

Harn- und Blutuntersuchung:

Im Anfangsstadium kann durch eine Blutuntersuchung eine Erhöhung der Entzündungsmarker im Blut gefunden werden. Im Harn können erhöhte Nierenretentionswerte und Proteinurie nachgewiesen werden.

Welche Therapien können angewendet werden?

Ernährungsumstellung:

Das komplette Essverhalten muss umgestellt werden, da die Prognose der Gicht entscheidend davon abhängt. Fettarme Zubereitungsmethoden, nährstoffreiche und vollwertige Lebensmittel, sowie purinarme sollten überwiegend gegessen werden. Vermeiden Sie Innereien, Hülsenfrüchte, einige Fischsorten, Krustentiere, Alkohol und alkoholfreies Bier.

Medikamente:

Bei einem akuten Gichtanfall werden zur Schmerzlinderung Kortikoide in das betroffene Gelenk gespritzt. Salben, eine lokale Kältetherapie und Bettruhe helfen unterstützend. Harnspiegelsenkende Medikamente können vorbeugend eingenommen werden.
Handelt es sich um eine vorbeugende Therapie gibt es auch noch schonendere Möglichkeiten.

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Negativer Stress

Stress muss sich nicht immer negativ auf unseren Körper auswirken. Haben wir größere Herausforderungen werden Stresshormone ausgeschüttet und wir fühlen uns kurzzeitig gestresst. Dieser positive Stress erhöht die Aufmerksamkeit und verlangt vom Körper die maximale Leistungsfähigkeit. Die Folge davon kann auch Glücksmomente hervorrufen.

Steht man jedoch unter ständigem Stress, fühlt sich stets überfordert und schafft es nicht mehr, seine psychischen Kräfte zu entspannen, dann kann der Stress zum negativen Distress werden und Krankheiten zur Folge haben.

Auslöser von negativem Stress:

Zeit- und Termindruck, Unterforderung und Langeweile, Lärm, Hektik, Arbeitslosigkeit und oft ganz persönliche Einflüsse können Dauerstress auslösen und Folgeerscheinungen auslösen. Bluthochdruck, Schlafstörungen, Depressionen, Verdauungsprobleme, Nervosität und Konzentrationsstörungen sind nur einige davon. Hören Sie auf Ihren Körper und achten Sie auf eventuelle Anzeichen von aufkommendem Stress. So können Sie dem negativen Stress schon entgegenwirken bevor es gesundheitsschädlich wird.

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Reisevorbereitung

Sie wollen einen tollen und entspannten Urlaub verbringen und den Ortswechsel richtig genießen können? Dann lesen Sie sich unsere wichtigen Tipps zur Reisevorbereitung durch und Ihre Ferien werden genau so wie Sie es sich vorgestellt haben.

Die Vorbereitung:

Informieren Sie sich vor der Reise über das Urlaubsland und die dort vorherrschenden Lebensbedingungen. Checklisten im Internet, Ihr Apotheker/In und das Reisebüro unterstützen Sie dabei. Denn kennen Sie die Klimaverhältnisse, haben Sie eine gut ausgestattete Reiseapotheke, Impfpass, ggf. Visum und sind über die Aufenthaltsmöglichkeiten von Kindern informiert, dann steht dem Kennenlernen neuer Kulturkreise nichts mehr im Weg.

Rechnen Sie Verspätungen von Bus und Bahn mit ein und sind Sie für eventuelle Staus bei An- und Abreise mit dem Auto vorbereitet. Dazu gehört vor allem viel Flüssigkeit. Kohlesäurearme Mineralwasser, Tees oder verdünnte Fruchtsäfte sollten für jede Person mit mindestens 1,5 Liter im Reisegepäck vorhanden sein. Kleine Snacks und nicht zu fettreiches Essen kann gut gekühlt in einer Box mitgenommen und möglichst als mehrere kleine Zwischenmahlzeiten eingenommen werden.

Haben Sie eine lange An- und Abreise geplant und verbringen diese überwiegend im Sitzen, dann muss eine gewisse Thrombosegefahr beachtet werden. Bei Rauchern und älteren Menschen, sowie Übergewicht, die Einnahme von Kontrazeptiva, Gipsverbänden, Krebsleiden, Krampfadern, Hormonersatztherapien und Blutgerinnungsstörungen ist die Gefahr einer Thrombose höher, als bei gesunden und jungen Menschen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ärztin vor der Reise darüber.

Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, ist eine Beratung Ihres Arztes/Ärztin vor der Abreise sinnvoll. Beachten Sie auch unsere zusätzlichen Tipps:
Tragen Sie Stützstrümpfe, wenn Sie zur Krampfadernbildung neigen.
Verzichten Sie auf Beruhigungsmittel und Zigaretten.
Bewegen Sie sich ausreichend, tragen Sie leichte Kleigung und machen Lockerungsübungen
Verzichten Sie auf Kaffee und Alkohol und nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich.

Die Reiseapotheke:

Gerne helfen wir Ihnen in unserer Apotheke die richtige Zusammenstellung für Ihre Reiseapotheke zu finden. Ein paar allgemeine Tipps können wir Ihnen jedoch hier schon geben:

Schließen Sie eine Auslandsversicherung ab und vergessen Sie nicht einen Auslandskrankenschein mitzunehmen.

Verpacken Sie Medikamente am besten luft- und wasserdicht. Wickeln Sie diese in Alufolie ein, so bleiben sie sogar bei starker Sonneneinstrahlung kalt und überhitzen nicht. Arzneimittel, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, sollten Sie im Handgepäck verstauen. Nehmen Sie folgende Medikamente auf Ihre Reise mit:

  • Tropfen für Augen, Ohren und Rachenentzündung
  • Mittel gegen Reisekrankheit
  • Sonnencremes und Salben gegen Sonnenbrand
  • Durchfall- und Verstopfungstabletten
  • Salben gegen Juckreiz und Insektenstiche
  • Gels gegen Verstauchungen und Zerrungen
  • Tabletten gegen Schmerzen, Fieber, Schlafstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Mineralstoff- und Flüssigkeitsverlust, Allergien
  • Krampflösende Mittel
  • Verbandsmaterial mit Desinfektionsmittel und Wundsalbe
  • Fieberthermometer, Schere, Pinzette


Leiden Sie unter einer chronischen Krankheit, ist es sinnvoll die Zusammensetzung Ihrer Medikamente zuvor bei Ihrem Arzt/Ärztin zu erfragen. Im Ausland ist die Mischung der Medikamente oft anders und im Notfall kann schneller und richtig auf Ihre Krankheit reagiert werden.

Wir wünschen Ihnen schon jetzt eine Gute Reise und hoffen Sie kommen gesund wieder!

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Rheumaarten

Das Wort Rheuma bedeutet fließen und kommt aus dem Griechischen. Der rheumatische Schmerz strahlt von einem Gelenk zum anderen und hat dabei einen fließenden Charakter. Hinter diesem Wort stecken allerdings viele verschiedene Krankheitsformen, die hier etwas näher beschrieben werden sollen:

Entzündungsrheuma (Arthritiden):

Bei dieser Krankheit hat die Entzündung nicht nur einzelne Gelenkregionen, sondern den ganzen Körper befallen.
Die chronische Polyarthritis ist das wichtigste und bekannteste Erscheinungsbild.

Darauf folgt die zweitgrößte Gruppe, die seronegativen Spondarthritiden. Bei Ihr tauchen die Veränderungen vorwiegend im Wirbelbereich auf und Ihre wichtigsten Vertreter sind z. B. Morbus Bechterew oder Psoriasisarthritis.

Die dritte Gruppe sind die Bindegewebserkrankungen oder Kollagenosen und die Gefäßentzündung oder Vaskulitiden. Bei der Gefäßentzündung sind vor allem das Nervensystem, sowie die Nieren, die Haut, die Gefäße und blutbildende Organe von der Entzündung betroffen.

Verschleißrheuma:

Das Verschleißrheuma ist eine weit verbreitete degenerative Gelenkserkrankung, besser bekannt als Arthrose. Durch altersbedingte Veränderungen oder Vorschäden wie Knochenbrüche, Fehlstellungen, übermäßige Belastung der Gelenke oder eine zu flach ausgebildete Hüftpfanne wird die Arthrose hervorgerufen. Dabei handelt es sich um Gelenkknorpelschäden beispielsweise im Knie oder Hüftgelenk. Die Erkrankung kann auch im Wirbelbereich auftreten und verursacht Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Entgegenwirken kann man hier durch viel Bewegung, die die Durchblutung der Gelenke ankurbelt. Die Knorpel werden dann mit Nährstoffen versorgt und eine Reduktion der Knorpelbildung kann erreicht werden.

Weichteilrheuma:

Sind die Muskeln und Sehnen von Weichteilgeweben überlastet treten weichteilrheumatische Beschwerden auf. Dabei ist meistens nur eine bestimmte Körperregion betroffen, z. B.:

  • Verspannungen im Rücken und Hüftbereich
  • Tennisellenbogen
  • Steifer Nacken
  • Rückenschmerzen durch die Fehlhaltung
  • Carpaltunnelsyndrom

Erkrankungen des Stoffwechsels mit rheumatischen Beschwerden:

Bei dieser so genannten pararheumatischen Erkrankungen ist die bekannteste Form die sekundäre Osteoporose. Schreitet diese fort, so kann sie zu starken Rückenschmerzen und dem Einbruch von Wirbelkörpern führen. Eine weitere bekannte Erkrankung ist die Gicht. Dabei lagern sich Harnsäurekristalle in den Gelenken ab und führen zu Gelenksentzündungen.

Wann soll ich einen Arzt/Ärztin aufsuchen:

Unser Organismus teilt uns glücklicherweise schon im Anfangsstadium einer rheumatischen Erkrankung mit den folgenden Warnsignalen mit, dass etwas nicht in Ordnung ist und wir uns ärztlichen Rat suchen sollten.

Warnsignale Entzündungsrheuma:

Ein oder mehrere Gelenke sind angeschwollen, steif oder schmerzen ohne ersichtlichen Grund. Finger, Knie, Füße und Hände fühlen sich steif an. Die Schmerzen sind nach dem Aufstehen am größten, dauern etwa eine halbe Stunde an und bessern sich im Tagesverlauf.

Warnsignale Verschleißrheuma:

Schmerzen oder Steifheit setzen bei Gelenken ein sobald eine Bewegung ausgeführt wird und verschwinden nach kurzer Zeit wieder.

Warnsignale Weichteilrheuma:

Schmerzattacken, die die Körperregion auch bei jedem Auftreten wechseln können, in Form eines bohrenden Schmerzes in Bindegewebe und Muskeln, treten langsam oder schlagartig auf.

Warnsignale Gichtanfall:

Druckempfindlichkeit, Schmerzen oder Schwellungen treten über Nacht auf und halten mehrere Tage an, die Gelenke sind entzündet.

Was kann ich gegen Rheuma tun?

Je nach Krankheitsbild, das in jedem Falle von einem Arzt/Ärztin nach einer gründlichen Voruntersuchung bestimmt wird, gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten:

Die richtige Ernährung:

Durch die Änderung von Essgewohnheiten kann eine Therapie mit Medikamenten unterstützt werden. Durch die Nahrungsumstellung kann eine Linderung der Schmerzen erreicht werden. Die Ausgangssubstanz aggressiver Entzündungsstoffe, die für das Rheuma zuständlich sind, ist die sogenannte Archisonsäure. Der Bedarf eines Menschen dieser Säure liegt pro Tag bei 0,1 mg. Konsumiert man wie üblich viel Fleisch, dann ist der Wert ca. 2000 – 4.000 mal so hoch als nötig. Es werden dann 150 – 300 mg Arachidonsäure vom Körper aufgenommen. Je nach rheumatischer Erkrankung sollte deshalb nur ein bis zwei mal pro Woche Fleisch konsumiert werden. Wie hoch die für Sie beste Dosis ist, kann ein Arzt/Ärztin herausfinden und parallel dazu Lebensmittel austesten. Allerdings dauert es ca. vier Wochen, bis der Bestand an Archidonsäure im Körper verändert wird und die Schmerzen und Gelenksteifigkeit zurückgeht.

Die Medikamente:

1. Es gibt in Ihrer Apotheke spezielle Salben, Cremes und Pflaster, die zur Linderung der Schmerzen beitragen. Dabei müssen 3 – 5 Mal täglich kleine Mengen an Salbe auf die schmerzenden oder steifen Stellen aufgetragen werden.

2. Es gibt Präparate welche die Regeneration des Bindegewebes im Körper verbessern und die Erhaltung der Gelenkknorpel verlängern. Diese sind z. B. Hyaluronsäure, Chondroitinsulfat, homöopathische Mittel oder Enzym- und Vitamin-B-Präparate.

3. Entzündungs- und schmerzhemmend wirken Nichtsteroidale Antirheumatika , auch NSAR genannt. Zudem finden Zytostatika, Biologicals (TNF- alpha- oder Interleukin-1-Hemmer) und Schmerzmittel (Opiode) Anwendung. Sind akute Entzündungen sehr schmerzhaft, so wird mit Kortison behandelt. Durch Magenschutztabletten lassen sich negative Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Geschwüre im Darm und Blutungen vermindern, wenn ein Rheumatiker über lange Zeit hoch dosierte Medikamente einnehmen muss.

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Schmerzen im Rücken

Eine Reihe von Beschwerden wie z. B. Steifheit, Muskelverspannung oder Schmerzen umschreiben den Begriff Rückenschmerz. Es gibt also nicht ein einheitliches Krankheitsbild, sondern viele verschiedene Schmerzregionen, die im Wort Rückenschmerz enthalten sind. Die häufigsten sind Nackenschmerzen im Halswirbelbereich oder so genannte „Ischiasschmerzen“ im unteren Rückenbereich. Die Wurzel des Nervus ischiadicus entspringt dort an der Lendenwirbelsäule.

Aktute und chronische Schmerzen:

Akute Schmerzen treten als schützende Funktion unseres Körpers auf. Sie weisen uns auf eine Fehlfunktion hin und verschwinden nach Behebung der Ursache wieder. Chronische Schmerzen hingegen dauern länger als 6 Wochen an und sind schwer zu beheben, meist nur zu lindern.

Ursachen dafür können sein:

• Eingeklemmte Nerven, Nervenwurzelentzündung, verschobene Bandscheiben, verspannte oder entzündete Muskeln bzw. Gelenke.

• Psychische Belastungen.

• Durch Schmerzausstrahlung können Entzündungen verschiedener Organe (z. B. Niere, Harnblase, Eierstöcke) Rückenschmerz verursachen.

• Degenerative Knochenveränderungen (z. B. Osteochondrose, Facettengelenksarthrose).

• Eine Fehlhaltung und Fehlbelastung der Wirbelsäule beispielsweise führt zu einem unbewussten Ausgleich der schmerzenden Haltung durch Muskelkontraktion, was wiederum Verspannungen und neue Schmerzen hervorruft.

• Osteoporose (schmerzhafte Wirbelbrüche).

• Tumore im Bereich der Wirbelsäule sowie Metastasen (Streuabsiedelung von Tumoren).

• Erworbene (z. B. Skoliose, Rundrücken, verletzungsbedingt, berufsbedingt) oder angeborene Ursachen (z. B. Morbus Bechterew)

Alle Ursachen sind unbedingt mit dem Hausarzt/Hausärztin abzuklären.
Dieser fragt Sie danach, wann der Schmerz erstmals aufgetaucht ist und ob er chronisch oder akut ist. Bei ihm erhalten Sie auch ein sogenanntes Schmerztagebuch, in das Ihre Erfahrungen mit dem Schmerz eingetragen und später ausgewertet werden können.

Was untersucht der Arzt/Ärztin und wie werde ich behandelt?

Bei einem Arztbesuch werden Bänder, Muskulatur und Wirbelsäule untersucht und je nach Ergebnis Röntgenaufnahmen angefertigt, ein MRT gemacht, neurologische Untersuchungen gemacht oder Laboruntersuchungen mit Blutbefunden ausgewertet.

Behandlungsmaßnahmen:

  • Akupunktur
  • Massagen
  • Krankengymnastik
  • Kälte- und Wärmeanwendungen
  • Schmerzmittel
  • Bewegungstherapien
  • Operationen

Was kann ich im Alltag gegen die Schmerzen tun?

Regelmäßiges Zurücklehnen im Sitzen entspannt die Muskulatur im Rücken. Wiederholen Sie dies mehrmals, vor allem wenn sie viel sitzen.

Bewegen Sie sich ausreichend und verzichten Sie bei kürzeren Strecken auf das Auto. Steigen Sie Treppen statt Aufzug zu fahren. Gehen Sie schwimmen und verzichten Sie auf Brustschwimmen, das dem Nacken schadet. Schwimmen Sie auf dem Rücken oder kraulen. Achten Sie beim Fahrradfahren auf einen geraden Rücken.

Kaufen Sie keine billigen Laufschuhe für Jogging oder Walking , denn diese schaden den Gelenken und üben harte Schläge auf den Rücken aus.

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Öffnungszeiten & Kontakt

Mo - Do: 8-19 Uhr
Fr - Sa: 8-18 Uhr

Tel: +43 1 6 023 870

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